Wir nähern uns mit großen Schritten der Fußball-Weltmeisterschaft im Sommer. Die Nationalspieler sehen dabei ganz anderen Turnierbedingungen entgegen, als sie es von den vergangenen Europa- oder Weltmeisterschaften her kennen. Aufgrund der strengen Sicherheitsbestimmungen wohnen sie abgeschottet hinter hohen Mauern und können sich im Umland nicht frei bewegen, wie sie es bislang gewohnt waren. Bei dem einen oder anderen mag die Angst vor dem berüchtigten „Lagerkoller“ mit im Gepäck sein, wenn er am 6. Juni den Flieger gen Pretoria besteigt. (more…)
Am Wochenende habe ich nach langer Zeit mal wieder das aktuelle sportstudio geschaut. Zu Gast war der US-amerikanische Snowboarder Shaun White, quasi der Tiger Woods der Snowboardszene, nur ohne Sex-Skandal. Zumindest ist noch keiner ans Tageslicht gekommen.
White beherrscht die Profiszene seit Jahren nach Belieben und gewann in Vancouver seine zweite Goldmedaille in der Half Pipe nach seinem ersten Olympiasieg 2006 in Turin. Zudem ist er das fleischgewordene Klischee eines Snowboard-Helden: Seine rote Lockenmähne verleiht seinem strahlend weißen Lächeln einen hippieesken Anstrich, der wunderbar mit seiner unverkrampft lockeren Art harmoniert. Seine Klamotten strotzen nur so vor lässiger Coolness, bei ihm wirkt alles jung, dynamisch, leicht und locker. Hätte man ihn zum besten Freund, würde man platzen; mal vor Stolz, weil man den coolsten Typen der Welt an seiner Seite hätte, mal vor Wut, weil einem immer nur die Rolle des langweiligen Sidekicks bliebe. (more…)
Zu meiner Schulzeit gab es im Klassenzimmer immer eine klare Sitzordnung: In der letzten Reihe saßen die Schüler, die sich das Motto „Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir!“ auf die Fahne geschrieben hatten. Durch die Nähe zur hinteren Wand versuchten sie sich dem Blickfeld des Lehrers zu entziehen, nicht ahnend, dass sie gerade wegen ihrer verräterischen Platzwahl unter besonderer Beobachtung standen.
An den Tischen im Mittelteil des Raumes fand sich die große Durchschnittsmasse der Schülerschaft: Von interessiert mitteilsam über rebellisch lässig bis hin zu verträumt apathisch ließ sich dort jedes erdenkliche fleischgewordene Adjektiv finden.
Und dann gab es noch die erste Reihe – dort saßen neben den kurzsichtigen Schülern und jenen aus der letzten Reihe, die die besondere Beobachtung nicht schadlos überstanden hatten, auch die Schüler, die bei den Lehrer aufgrund ihres Lerneifers und ihrer Disziplin grenzenlos beliebt waren. Erstaunlicherweise hielten ihre Leistungen selten, was ihre Emsigkeit versprach. Zwar bewegten sich ihre Zensuren im oberen Drittel des Notenschnitts, brillant waren jedoch andere, meist weiter hinten platzierte Schüler, deren Arbeitspensum ungleich geringer war. (more…)
Inka Marmor passt zum Eckball-Lama, der spielt sofort weiter zum Silosklaven – Schuss in den Winkel! Aber Rune Emanuel hält den Ball! So oder so ähnlich könnte der Kommentar zu einem Spiel der deutschen Nationalmannschaft klingen, wenn die Eltern unserer Nationalkicker Anagrammfans gewesen wären.
Aber was nicht ist, kann man ja noch immer ändern.
Also dann mal los….
Wer hätte gedacht, dass Lukas Podolski nur durch eine gute Dosis Pokalulk zum Kusspokal Idol geworden ist? (more…)
In der Serie “Extrawurst” stellen wir von Zeit zu Zeit Projekte, Ideen oder Menschen vor, die sich mit dem Fußball beschäftigen, aber selten im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses stehen. Diesen Geschichten am Rande des Fußballfeldes wollen wir auf Stadion-Wurst.com Gehör verschaffen.
Den Auftakt macht die Vorstellung des Projektes Unsere Projekte sind kein Sprint:
Gestern, am 06.02.2010, ist „Unsere Projekte sind kein Sprint“ gestartet. Fans und Freunde des FC St. Pauli wollen den diesjährigen Hamburg-Marathon laufen und suchen Sponsoren, die pro gelaufenen Kilometer Geld an “Fanräume” und “Viva con Agua” geben.
Norbert, Sprecher des Vorstandes von Fanräume, war so freundlich, den Stadionwürsten für ein Interview zur Verfügung zu stehen. (more…)
Die deutsche Nationalmannschaft wird zum Weltmeister gekürt, der Mannschaftskapitän Michael Ballack reckt den Pokal in die Höhe, Angela Merkel ballt ihre kleinen Fäustchen und streckt Silvio Berlusconi frech die Zunge raus, und Joachim Löw freut sich wie ein Schneekönig – allerdings nicht im Stadion, nicht in Südafrika, sondern daheim auf dem Sofa, mit Bier und Würstchen vor dem eigenen Fernseher.
Bis vor zwei Tagen schien dieses Alptraumszenario noch bar jeglicher Realität – doch heute sind wir klüger. Der DFB hat die Vertragsverhandlungen mit Oliver Bierhoff, Joachim Löw und dem gesamten Trainerstab abgebrochen und bis auf die Zeit nach dem WM-Turnier vertagt. Ausschlaggebend waren laut Presseberichten zu hohe Bonusforderungen von Manager und Trainerteam sowie eine unverhältnismäßige Ausweitung der Entscheidungskompetenzen. So wollte sich Löw, des ewigen Kompetenzgerangels mit Matthias Sammer um die Verantwortlichkeiten für die U21 müde, die Entscheidungshoheit des Bundestrainers in diesem Bereich schriftlich zusichern lassen. Bierhoff hingegen forderte ein Vetorecht bei der zukünftigen Ernennung eines neuen Bundestrainers. Der DFB sah beides jedoch kritisch bis ablehnend. (more…)
Da tut mir der gute Uli Hoeneß ja schon fast leid. Aber wer nur eine Hose zur Meisterfeier mitbringt ist ja bekanntlich selber Schuld. Und die Ausrede mit der Trainingshose zieht ja auch nicht mehr, seit Mark van Bommels dieses modische Kleidungsstück bei seinem Sportstudiobesuch trug.
Die Stadionwürste präsentieren den ersten Teil einer neuen Serie auf Stadion-Wurst.com: In unregelmäßigen Abständen wird die „Knackwurst“ im Mittelpunkt stehen – ein kontroverses Thema, das bei uns wilde Diskussionen, lautstarke Auseinandersetzungen bis hin zu handgreiflichen Raufereien auslöst. Da die Wurst bekanntlich zwei Enden hat, werden wir die Knackwurst aus beiden Richtungen anknabbern und uns um den saftigen Mittelteil streiten.
Denn Jünter weiß schließlich immer alles besser und Hennes erst recht – oder war’s umgekehrt?
Den Auftakt macht der Wechsel von Ruud van Nistelrooy zum HSV! (more…)
Neulich habe ich meiner kleinen Nichte einen Original-Hund von Steiff geschenkt. Er sah ungefähr so aus wie auf dem Foto. Zugegeben, keine Schönheit, aber dafür war er ziemlich alt, was seinen Wert später einmal immens steigern wird, wie man mir versicherte. Meiner Nichte war das allerdings ziemlich egal – mit ihren 19 Monaten interessiert sie sich mehr dafür, wie er sich anfühlt. Sie nahm ihn also, drückte den Hund kurz an ihre Wange und schleuderte ihn dann mit einer wuchtigen Bewegung voll gegen meinen Kopf. Mir wurde schmerzhaft klar, warum er im Kuscheltest durchgefallen war – er war ein ziemlich harter Hund. (more…)