Home
RSS Feed

Hinter jedem großen Mann…

Fast jeder Fußballer bekommt seine erste Eigene schon in jungen Jahren. Einige behalten sie für den Rest ihres Lebens, andere wechseln sie, trotz durchaus ernster Absichten, rege durch. Von einigen weiß man gar nicht, dass sie existieren, andere sind bekannter als ihr dazu gehöriger Fußballer. Die Rede ist natürlich von der Spielerfrau.

Italia Walter, die 2001 verstorbene Ehefrau von Fritz Walter, war eine der Ersten ihres Faches – nein, sie gehört nicht in die Kategorie der blondierten, Ich-bin-ja-auch-Model Groupies; Italia Walter war die Erste, die sagte, wo’s lang zu gehen hat. Als Fritz Walter ein Angebot von Atletico Madrid erhielt, war es seine Frau, die ihm nahelegte, Rhein-Wein und Saumagen nicht gegen Tapas und Sherry zu tauschen. Dieser Typ der Spielerfrau erreichte mit Gaby Schuster und Bianca Illgner ihren Kulminationspunkt.

Gaby Schuster sorgte dafür, dass ihr Mann Bernd “Der blonder Engel” Schuster, 1980 einen mehr als lukrativen Vertrag beim FC Barcelona unterzeichnen konnte. Calli Calmund äußerte nach Schusters Wechsel von Atletico Madrid zu Bayer Leverkusen, dass er noch nie einem härteren Verhandlungspartner begegnet wäre als Frau Schuster. Obwohl Gaby viel Geld für die Portokasse der Familie Schuster erwirtschaftete, verdient Bernd Schuster unser Mitgefühl, da er in Leverkusen den wenig löblichen Spitznamen “Pantoffelheld” aufgedrückt bekam.

Über Bianca Illgner, Ehefrau von Nationaltorhüter Bodo Illgner, schrieb der Spiegel einst :

“Er hält Fußbälle, sie hält die Hand auf.”

Frau Illgner fungierte, wie auch Frau Schuster, als Managerin ihres Mannes – sie lotste ihn zu Real Madrid und konnte 1999 das Gehalt ihres Mannes bei seiner Vertragsverlängerung mit den Madrilenen verdoppeln. Da konnte der Bodo ja eigentlich zufrieden sein, aber was haben sich die beiden bloß dabei gedacht, als sie ihre Lebensgeschichte in dem Buch “Alles” unter das Volk brachten?
Geld verdienen mit Fremdschämpotential – Sätze wie

“Immer häufiger tauschten wir Zärtlichkeiten aus, wobei der Sex das Sahnestückchen auf dem Schwarzwälder Kirschkuchen war.”

und

“Mein Penis schwoll in froher Erwartung an. Ihre Hände tasteten zu dem Handtuch, das ich mir um die Hüften gelegt hatte.”

sollen als mahnendes Beispiel dafür ausreichen, dass Würde nicht durch Geld zu ersetzen ist.

Sex scheint sowieso ein besonders wichtiger Teil des Fußballerlebens zu sein. So wusste schon Toni Schumacher in seinem literarischen Erguss Anpfiff zum WM-Trainingslager 1982 zu berichten:

“Nicht selten wurde um 20.000 bis 30.000 DM gespielt. Andere bumsten bis zum Morgengrauen und kamen wie nasse Lappen zum Training gekrochen.”

Zum einen ein weiterer zaghafter Hinweis darauf, dass der gemeine Fußballer die Finger von der Schreibmaschine lassen sollte, zum anderen ein Fingerzeig auf die recht weit verbreitete Promiskuität unter Ballsportlern, unter der die angetraute Spielerfrau zu leiden hat.

Aber eigentlich können sich die vielen tausend Ehefrauen und Freundinnen der Kickergemeinde nicht beschweren – shoppen, stylen und Blitzlichtgewitter gehört mittlerweile, besonders seit der Einführung der WAGs bei der WM 2006, zur beliebten Freizeit- oder Vollzeitbeschäftigung. Da nimmt man doch auch den einen oder anderen Seitensprung des werten Gatten in Kauf.

In diesem Sinne verbleibe ich mit der Antwort Mehmet Scholls auf die Frage, was er gerne sein würde, wenn er kein Fußballer wäre: „Spielerfrau beim FC Bayern!“.

Stadion-Wurst - Das Fußball-Blog

Eine Portion Senf

Sport Guider  on March 12th, 2010

Ja der Mehmet hatte schon recht…Schöner Artikel!

Gib Deinen Senf dazu!