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Die David-Odonkor-Gedächtnismedaille geht an…(4)

  • Gonzalo Castro (Bayer Leverkusen, 22 Jahre)
  • © unbekannt

    © unbekannt

Position: Außenverteidigung/defensives Mittelfeld
Statistik für die laufende Saison: 27 Einsätze, ein Tor, ein Assist, Kickerdurchschnittsnote 2,96

Neben Stefan Kießling und Sami Hyppiä ist Gonzalo Castro ein ganz entscheidender Spieler für die starke Saison, die Bayer Leverkusen trotz des jüngsten Einbruchs  spielt. Obwohl er unter Jupp Heynckes fast immer in der Viererkette hinten rechts zum Einsatz kommt, kann auch er die zentrale Position im defensiven Mittelfeld übernehmen.

Diese Variabilität sollte angesichts eines (hoffentlich) vier Wochen andauernden Turniers mit (hoffentlich) sieben Spielen und vielen potentiellen Verletzungen nicht außer Acht gelassen werden. Dennoch hat Castro seine größten Stärken hinten rechts. Er ist ein bärenstarker Zweikämpfer, der in der Balleroberung Philipp Lahm längst in den Schatten stellt. Sein Aufbauspiel ist klug strukturiert und kann mit einem spielstarken Mittelfeld an seiner Seite enorme Dynamik für die Offensive entwickeln.

Dennoch sind seine individuellen Offensivqualitäten gleichzeitig auch sein größtes Manko. Zwar verfügt er über einen harten Schuss mit rechts, doch fehlt ihm eine gute Flankentechnik und die Sicherheit vor dem Tor. Ein Assist und ein selbst erzieltes Tor sind zu wenig für einen Außenverteidiger. Aufgrund seines frühen Debüts in jungen Jahren konnte Castro schon 147 Ligaspiele bestreiten, blickt auf 25 internationale Einsätze mit Leverkusen zurück und lief auch schon fünfmal für die DFB-Elf auf. Die große Erfahrung ist Castros absolutes Plus.

Fazit:
Castros Chancen auf eine Berufung sind klein, zumal auch seine eigene Leistung unter der schlechten Rückrunde von Bayer Leverkusen leidet. Sein Offensivspiel ist ausbaufähig und kann mit der Dynamik und spielerischen Intelligenz eines Phillip Lahm nicht mithalten. Dennoch sind seine Defensivqualitäten gut genug, um sich für ein Ticket nach Südafrika zu qualifizieren. Vor allem, weil dadurch die Möglichkeit gegeben wäre, Lahm – wenigstens punktuell – wieder auf die linke Abwehrseite zu ziehen. Die Stadionwürste geben Gonzalo Castro aber den Vorzug vor Arne Friedrich.

Stadion-Wurst - Das Fußball-Blog

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