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Die David-Odonkor-Gedächtnismedaille geht an…(5)

  • Patrick Owomoyela (Borussia Dortmund, 30 Jahre)
  • © Christoph H.

    © Christoph H.

Position: Außenverteidigung
Statistik für die laufende Saison: 32 Einsätze, ein Tor, 8 Assists, Kickerdurchschnittsnote 3,56

„Lasst die Finger von OWO-MO-YE-LA!“ Wer erinnert sich nicht an die Gesänge des Bielefelder Publikums, das den zahlreichen Bundesligisten, die ihre Finger nach dem jungen Owomoyela ausgestreckt hatten, gesanglich auf dieselben haute. Das war 2004, als Owomoyela gleich in seiner Debütsaison für Arminia Bielefeld derart zu überzeugen wusste, dass er bald darauf auch in der Nationalmannschaft seinen ersten Einsatz feiern durfte.

Bis zu seiner Ausbootung kurz vor dem WM im eigenen Land war der Verteidiger fester Bestandteil der deutschen Auswahlmannschaft. Doch dann warfen ihn Verletzungen zurück, er wechselte von Bremen nach Dortmund und geriet völlig aus dem Fokus. Die Stadionwürste sind der Meinung, dass es an der Zeit ist, wieder in den Spot zu treten und auf großer Bühne vorzuspielen.

Seit zwei Spielzeiten macht Owomoyela in Dortmund auf der rechten Abwehrseite so gut wie jedes Spiel. Dabei überzeugt er wie einst durch defensive Stärke und kluge Offensivaktionen, die ihn in dieser Saison schon acht Treffer vorbereiten ließen. Zudem glänzt er, anders als Lahm oder Boateng, durch fulminante Kopfballstärke. Seine Bedeutung im Dortmunder Team lässt sich auch daran ablesen, dass er ligaweit die fünftmeisten Ballkontakte aller Spieler hat.

Fazit:
Auch für die Nationalmannschaft wäre ein Comeback empfehlenswert. Owomoyela verfügt über eine Menge Erfahrung, und da er bei den Kollegen immer  sehr beliebt war, könnte er sich schnell im Kreis der Nationalkicker akklimatisieren. Da er sowohl links als auch rechts in der Viererkette eingesetzt werden kann, verfügte Löw mit dem Dortmunder über größere Variabilität in der Aufstellung. Auch hier gilt, dass Owomoyela die Möglichkeit für eine Versetzung von Philipp Lahm auf die linke Seite eröffnen könnte.


Die Stadionwürste würden sich freuen, wenn im kommenden Sommer einer der fünf Kandidaten über den Fernsehschirm huschen und die Nationalelf entscheidend verstärken würde. Doch angesichts der Nibelungentreue Joachim Löws für altgediente Nationalspieler ist es vielmehr wahrscheinlich, dass die Berufung David Odonkors im Jahr 2006 auch weiterhin die größte Überraschung in der jüngeren deutschen Fußballgeschichte bleibt – es sei denn, Hertha BSC schafft doch noch den Klassenerhalt!

Stadion-Wurst - Das Fußball-Blog

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