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Schaefer bleib’ bei Deinen Schafen

Vor sieben Tagen fragten die Stadionwürste interessiert in die Runde, wer denn wohl bald auf der Trainerbank des 1. FC Köln Platz nehmen wird. Neben all den prominenten Namen hat bei der Abstimmung überraschend ein Mann das Rennen gemacht, der dort schon saß, als die Frage hier erschien: Frank Schaefer!

Auswertung_Umfrage_Köln

Frank Schaefer: Für mich – das gebe ich gerne zu – bislang die personifizierte Interimslösung, scheint er sich nach zwei Siegen in Folge im wahrsten Sinne des Wortes festzusetzen. Gut so. Weiter so. Ein unprätentiöser Fußballlehrer, mit angenehmen Realitätssinn, trotzdem offen und kommunikativ. Längst nicht so verstockt wie Soldo.

Ist mir ja immer noch ein Rätsel, wie Meier, Overath & Co bei der Verpflichtung Soldos so sehr die kölsche Seele des gemeinen Rheinländers ignorieren konnten. Hätte doch sofort klar sein müssen, dass ein introvertierter, ruhiger, verschlossener Typ wie der Kroate in Köln Irritationen auslöst. Wat hät dä für en Brasel? Krischt dä de Schnüss nit uff?

Egal, vorbei die Zeit, fott domet, jetzt ist die Schaefer-Zeit angebrochen – und die scheint guten Fußball mit sich zu bringen. Am Samstag spielte die Mannschaft gegen den HSV zeitweise außerordentlich gut und kombinierte überzeugend. Novakovic strafte den verstockten Soldo mit seinen drei Toren heftig ab und bewies zudem, dass er wunderbar mit Podolski harmonieren kann. Die Mannschaft folgte dem Trainer, das war deutlich erkennbar. Ein größerers Kompliment kann ein Trainernovize für seine Arbeit nicht bekommen. Der öffentliche Eiertanz von Manager Meier, der sich zu diesem Zeitpunkt nicht zum Status der “Interimslösung Schaefer” äußern möchte, macht einmal mehr deutlich, warum sein Rücktritt so lauthals gefordert wird.

Bleibt zu hoffen, dass Frank Schaefer eine faire Chance erhält, um seine Fähigkeiten als Trainer in der obersten Spielklasse zu beweisen. Gleichzeitig drücken wir die Daumen, dass sich diese Fähigkeiten auch auf dem Platz im Auftreten der Mannschaft widerspiegeln.

Denn dass der vielzitierte “Stallgeruch” nicht zwangsläufig erfolgsbringend ist, sehen wir beim liebsten Rivalen aus Mönchengladbach!

Stadion-Wurst - Das Fußball-Blog

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