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Vom SC Verl zum VsL Wolfsburg

Dass der durchschnittliche US-Amerikaner mit Fußball relativ wenig anfangen kann, ist ein offenes Geheimnis. Gegen Baseball, Football, Basketball und Eishockey hat Soccer als Sportart kaum eine Chance im öffentlichen Interesse und darbt ein Dasein als Randsportart. So verwundert es wenig, dass selbst die Sportredakteure bei ihrer Berichterstattung über Fußball wenig wissen und noch weniger Motivation aufbringen, ihr Wissen zu verbessern.

Vor wenigen Tagen stellte Jack McCarthy in der Chicago Tribune den prominenten Neuzugang des örtlichen Fußballclubs Chicago Fire vor. Kein Geringerer als Arne Friedrich, immerhin 82-facher deutscher Nationalspieler, wechselt zur neuen Saison in die MSL nach Chicago.

Nun muss man als Sportreporter in Chicago nicht zwangsläufig über den deutschen Fußball informiert sein. Man muss daher auch nicht wissen, dass Arne Friedrich im Leverkusener Manuel einen Namensvetter in der Bundesliga hat. Also kann man sich bei der Bildauswahl auch mal irren und an das Foto des falschen Friedrich geraten. Das ist ja auch ein ausgefuchster Zufall.

© Chicago Tribune

© Chicago Tribune

Ein bisschen schwerer wiegt dann schon die Tatsache, dass Jack McCarthy, nach einem schnellen Blick in die Wikipedia, den SC Verl, als erste Station in Friedrichs Kickerlaufbahn, kurzerhand in die Bundesliga verlegt. Richtig blöd wird es aber erst dann, wenn man aus der Wikipedia auch noch falsch abschreibt und aus Friedrichs letzter Bundesligastation den “VsL Wolfsburg” macht.

© Chicago Tribune

© Chicago Tribune

Aber, aber…Mr McCarthy, das ist doch kein Grund, sich zu grämen. Trösten Sie sich, denn wahrscheinlich hat bis jetzt keiner Ihrer Landsleute auch nur einen dieser Fehler entdeckt. In den USA wundert man sich wahrscheinlich immer noch darüber, dass in Europa Männer wie Arne Friedrich einen Frauensport ausüben.

Stadion-Wurst - Das Fußball-Blog

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