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Ein Tag im Leben des Jens Jeremies

Fußballer und Musik – das ist für meine Ohren in der Regel ein trauriges kakophones Ensemble, das nicht zusammenpasst. Philipp Lahm hört am liebsten Austro-Pop, Jerome Boateng lauscht gerne dem Stakkato-Sprech von Tupac Shakur, Kayne West und Konsorten, Christian Pander rappt dann gleich lieber selbst, und das Gros der Spieler hört “Chartmusik und alles, was so im Radio läuft”, was eine unpräzise Beschreibung für “Musik finde ich doof” ist.

Natürlich gibt es auch Ausnahmen. Lars Ricken und Mehmet Scholl fielen während ihrer Karriere durch Compilations mit guter Indie-Musik auf, die natürlich Produkte gewiefter PR-Manager waren, aber dennoch durch guten Geschmack zu überzeugen wussten.

Von Jens Jeremies wurde in diesen Tagen bekannt, dass er seit vielen Jahren glühender Fan der Toten Hosen ist. Er hatte sich als einer von mehr als 4.000 Kandidaten für eines der “Wohnzimmer-Konzerte” der Band beworben, die die Toten Hosen im Rahmen ihrer “Magical Mystery”-Tour veranstalten und die sie mit vollem Equipment in die privaten Räumlichkeiten von Fans führen, um dort ihr musikalisches Treiben feilzubieten.

Und siehe da – Jens Jeremies erhielt den Zuschlag, und das, wie die Band tausendfach betonte, ohne seinen Promi-Status auszuspielen. Nun gut, so ganz mag das nicht stimmen, denn der Name sowie seine Vergangenheit beim FC Bayern, bei jenem Verein also, dem die Toten Hosen eigens ein Lied gewidmet haben, mögen für die Auswahl nicht ganz unerheblich gewesen sein. Doch Schwamm drüber: Im Video kann man jedenfalls sehen, dass das Konzert im Partykeller von Jeremies eine ziemlich schweißnasse, biergetränkte und unvergessliche Angelegenheit gewesen sein muss. Jeremies selbst, inzwischen ein bisschen mopsiger dreinblickend, macht zudem mit seinem “Dynamo Dresden – Ich liebe Dich”-T-Shirt einen angenehm aufgeräumten und netten Eindruck. Ein Fan mit seiner Band – ein Video, das gefällt!

 

Stadion-Wurst - Das Fußball-Blog

Eine Portion Senf

dirni  on March 1st, 2013

händlmaier

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