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Hingehört – Tunng

Gemäß meiner Ankündigung, den Blog zukünftig thematisch breiter aufzustellen und für andere Bereiche als Fußball zu öffnen, wird man fortan vermehrt auf die Kategorie „Hingehört“ treffen. Hier werden ab jetzt Bands, Platten, vielleicht auch mal nur einzelne Songs vorgestellt, die eigentlich lediglich zwei Kriterien erfüllen müssen, um hier aufzutauchen: Sie müssen in meinem Plattenregal relativ neu sein und müssen mich in irgendeiner Weise beeindruckt haben. Da trifft es sich gut, dass beide Kriterien in harmonischer Interdependenz eine Lebenspartnerschaft führen.

Ob die vorgestellten Bands, die rezensierten Platten, die geposteten Songs tatsächlich neu sind und tatsächlich genug beeindrucken, um in jedem Plattenregal weltweit ihre Existenzberechtigung zu haben, mag ich schon jetzt bezweifeln – spielt aber auch keine Rolle. Wenn nur einer meiner Tipps irgendwann bei irgendwem auf fruchtbaren Boden fällt, dann hat sich dieses neue Kind im Kategorienhort schon gelohnt.

Also dann, Vorhang auf, Tunng bitten zum Tanz. Die britische Band veröffentlichte bereits 2005 ihr erstes Album „Mother’s Daughter and Other Songs (2005)“, damals noch als Projekt der beiden Masterminds Mike Lindsay und Sam Genders. Nach zwei weiteren Alben „Comments of the Inner Chorus (2006)“ und „Good Arrows (2007)“ stieg Genders aus und ich ein. Denn ich begegnete Tunng erst mit dem Album “…And Then We Saw Land (2010)”, das direkt ins Ohr ging, sich dort aber vehement festbiss. Der Mix aus elektronischer Folk- & Popmusik ist leicht zugänglich, bietet gleichzeitig aber zahlreiche spannende elektronische Spielereien, die einen auch nach mehrmaligen Durchläufen noch zu überraschen wissen. Die Songs bestehen meist aus einer catchy Melodie und dem harmonischen Gesang des Frontduos Mike Lindsay und Becky Jacobs, werden aber angereichert durch ungeheuer detailverliebte Samples und lautmalerische Spielereien (Schütteln einer Spraydose, Aneinanderreiben der Handflächen etc.), die jedoch nie aufgesetzt wirken, sondern den Song stets unterstützen. Wer früher Bran Van 3000 mochte, wer mit Broken Social Scene etwas anfangen kann, der kann hier blind zugreifen.

Für den Einstieg empfehle ich das Album „This is Tunng… Live from the BBC (2011)”, das als eine Art inoffizielles Best-of-Album angesehen werden kann und einen guten Eindruck von der Schaffenskraft der Band vermittelt. Von den beiden Songs, die ich zum Hinhören ausgesucht habe, versetzt „Hustle“ das Tanzbein in Schwingung, während „Bullets“ ganz gut den Hang zu gelungenen Samples verdeutlicht. Viel Vergnügen!

 

 

Stadion-Wurst - Das Fußball-Blog

Eine Portion Senf

Lars  on September 19th, 2012

Ja, da liegt nun ein gewisser Bearbeitungsdruck auf meinen schmächtigen Schultern, dem ich aber gerne nachkommen möchte. Zuerst sei erwähnt, dass ich der Spektrumsverbreiterung äußerst erfreut gegenüberstehe. Dass ich auf einem Blog über Bratwürste auf den Genuß komme Platten zu rezensieren, macht mich sehr, sehr glücklich. Ich werde die Seite einem Kollegen empfehlen, ein gar amüsanter Zeitgenosse was das fachgerechte Beschreiben von Musik angeht.
Dieser Betrag darf und sollte als adhoc-Reaktion gesehen werden. Mehr als eine tiefgründige Beurteilung. Dies ist dem Zustand geschuldet, dass ich mich auf der Arbeit befinde und der Computer ansich nicht mein eigentliches Hauptbeschäftigungsmittel darstelllt und ich eher klammheimlich ein paar ergänzende Zeilen niederschreiben kann. Hinzu kommt, dass ich den satten Sound der Musik aus den beiden 2×2cm großen eingebauten Lautsprechern des Monitors genießen darf…!
Also, kurz und knapp: Wo ich noch beim Ansehen des ersten Videos die Stirn in kleine Runzeln legte, weil mir persönlich dann doch etwas zu folkig, spitzte ich bereits beim Hören des zweiten Singsangs neugierig die Ohren mit dem eigenen Versprechen, mir das Ganze zuhause besser nochmals zu Gemüte zu führen, weil dort die Voraussetzungen eindeutig besser sind.

Zusammengefasst: Ein Hoch auf die Globalisierung von Fußballblogs, ein Hoch auf den Erfinder, ein Hoch aber auch …. auf mich …. der wissentlich seinen Job auf’s Spiel setzt….! ;)

Gib Deinen Senf dazu!