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	<title>StadionWurst - Das Fussball Blog &#187; Knackwurst</title>
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	<description>Das Fussball Blog - Ein etwas anderer Blick auf Bundesliga, internationalen Fußball und die Geschichten rund um den Rasensport.</description>
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<title>StadionWurst - Das Fussball Blog</title>
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		<title>Knackwurst (3) &#8211; Mit Jörg Butt zum Championsleague-Sieg?</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Apr 2010 06:11:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hennes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Knackwurst]]></category>
		<category><![CDATA[FC Bayern]]></category>
		<category><![CDATA[Jörg Butt]]></category>

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		<description><![CDATA[Deutschland ist das Land der Torhüter. In keiner anderen europäischen Topliga gibt es eine vergleichbare Breite an qualitativ hervorragenden Torleuten wie in der Bundesliga, und seit Jahrzehnten gilt der Torhüter der Nationalmannschaft weltweit als einer der Besten seines Faches. Der sportliche Höhenflug von Vereinen wie Schalke 04 und Bayer Leverkusen wird gerne mit ihren vergleichsweise [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_674" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.flickr.com/photos/az1172/3279215575/"><img class="size-medium wp-image-674" title="Butt" src="http://stadion-wurst.bplaced.net/wp-content/uploads/2010/04/Butt_az1172_flickr-300x179.jpg" alt="© az1172" width="300" height="179" /></a><p class="wp-caption-text">© az1172</p></div>
<p>Deutschland ist das Land der Torhüter. In keiner anderen europäischen Topliga gibt es eine vergleichbare Breite an qualitativ hervorragenden Torleuten wie in der Bundesliga, und seit Jahrzehnten gilt der Torhüter der Nationalmannschaft weltweit als einer der Besten seines Faches. Der sportliche Höhenflug von Vereinen wie Schalke 04 und Bayer Leverkusen wird gerne mit ihren vergleichsweise jungen Spitzenleuten zwischen den Pfosten in Verbindung gebracht.</p>
<p>Da erstaunt es auf den ersten Blick, dass ausgerechnet der deutsche Rekordmeister und Ligakrösus FC Bayern München mit (Hans) Jörg Butt einen Torwart beschäftigt, der seine beste Zeit längst hinter sich zu haben scheint. Doch schon im Februar 2010 wurde sein Vertrag um ein weiteres Jahr verlängert, und zurzeit gilt es als wahrscheinlich, dass auch in der nächsten Saison Jörg Butt in der Liga, im DFB-Pokal und in der Championsleague zwischen den Pfosten stehen wird. Für die Stadionwürste Grund genug, den 35-jährigen Oldenburger näher unter die Lupe zu nehmen und sich zu fragen, ob er genug Qualität besitzt, um auf höchstem Niveau Spitzenleistungen zu bringen.<span id="more-673"></span></p>
<hr />
<div id="attachment_492" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><img class="size-full wp-image-492" title="Daumen_hoch" src="http://stadion-wurst.bplaced.net/wp-content/uploads/2010/02/Daumen_hoch_web.jpg" alt="© pdesign" width="200" height="210" /><p class="wp-caption-text">© pdesign</p></div>
<p>Championsleague Viertelfinale, Bayern München spielt zu Hause gegen Manchester United und liegt seit der zweiten Spielminute mit 0:1 im Rückstand. Wir zählen Minute 39, Demichelis unterläuft eine Flanke von Fletcher, und der Ball fällt dem am bayerischen Fünfmeterraum lauernden Wayne Rooney vor die Füße. Die Zeit steht für einen Moment still und eröffnet uns die Möglichkeit, die gleich einsetzende Zukunft zu skizzieren: Der englische Topstürmer verwandelt eiskalt zum 0:2, Bayern verliert das Hinspiel deutlich, die Mannschaft fährt am darauf folgenden Samstag mutlos nach Gelsenkirchen, verliert abermals, diesmal gegen Schalke, die Meisterschaft ist dahin, das Aus in der Championsleague folgt, und nach einem Debakel gegen Werder Bremen im DFB-Pokalfinale wird Louis van Gaal mit Schimpf und Schande aus der Säbener Straße gejagt.</p>
<p>Ein lautes Ticken lässt uns aufschrecken und mit einem Ruck bewegt sich der Sekundezeiger wieder &#8211; Rooney schießt, aber Torhüter Jörg Butt springt ihm mutig entgegen und wehrt den Ball ab. Das (vorläufige) Ende ist bekannt: Die Münchner schaffen in der zweiten Halbzeit die Wende und besiegen Manchester United mit 2:1. Drei Tage später gewinnt der Rekordmeister in Gelsenkirchen ebenfalls mit 2:1 und setzt sich wieder an die Spitze der Bundesligatabelle.</p>
<p>Ohne den weiteren Fortgang der Geschichte zu kennen, steht jetzt bereits fest, dass Butts Glanztat für die Partie gegen Manchester mitentscheidend war. Mehr noch, möglicherweise wird seine Parade zum Schlüsselmoment einer unerwartet erfolgreichen Saison für den Verein, an deren Ende die Trophäensammlung Zuwachs bekommt und eine Siegesfeier die nächste jagt. Dann wird sich im Trubel der Bierduschen und Jubelchöre kaum noch jemand daran erinnern, dass noch vor wenigen Monaten die Torhüterposition beim deutschen Rekordmeister als<strong> <em> die </em></strong>Schwachstelle in einer sonst hervorragend besetzten Mannschaft galt.</p>
<p>Michael Rensing, Kronprinz von Oliver Kahn, und fest eingeplante Nummer 1, konnte die vehement verteilten Vorschusslorbeeren der sportlichen Führung nicht rechtfertigen und enttäuschte auf dem Platz. Plötzlich stand also mit Jörg Butt jener Torwart im Fokus und zwischen den Pfosten, dessen Laufbahn schon fast beendet schien und auf der gemütlichen Münchner Ersatzbank leise ausklingen sollte. Die Kritiker schrien auf, und das Echo ihrer Stimmen ist noch heute leise zu vernehmen. Doch haben auch die Skeptiker längst einsehen müssen, dass der Zufall, der Jörg Butt ins Tor spülte, ein durch und durch glücklicher Zufall war.</p>
<p>Denn die Leistungen des Torwarts sind ein essentieller Bestandteil für den sportlichen Höhenflug der Bayern. Butt verfügt über herausragende Qualitäten als mitspielender Torhüter, der seinen Strafraum beherrscht, gefährliche Bälle früh antizipiert und mit dem Fuß präzise Pässe spielen kann. Seine punktgenauen Abwürfe beschleunigen häufig das behäbig wirkende Aufbauspiel der Bayern. Auch auf der Linie zeigt er sich reaktionsstark und sicher, ohne mit spektakulären Paraden zu glänzen.</p>
<p>Und damit ist man zum Kern des Buttschen Torwartsspiels vorgestoßen – Erfahrung, Verlässlichkeit und Solidität. Er besticht durch Sachlichkeit und nüchterne Ruhe, atemberaubende Flugmanöver überlässt er jüngeren Kollegen. Mit dieser Art des Torwartspiels erntet er nicht selten Kritik, weil er scheinbar wenige so genannte „hundertprozentige Torchancen“ vereitelt. Doch seine Fehlerquote tendiert gleichzeitig gegen Null. Im Team der Bayern, das mit Robben und Ribéry, mit van Bommel und Schweinsteiger über genügend selbstbewusste Selbstdarsteller verfügt, füllt er damit die wichtige Position zwischen den Pfosten mit genau jener Portion Sachlichkeit und Understatement, die die Mannschaft braucht.</p>
<p>Anders als Vorgänger Kahn überlässt er die Momente des Wachrüttelns, des emotionalen Aufpeitschens seinen Vorderleuten. Er strahlt eine Verlässlichkeit aus, die der der Mannschaft eine enorme Stabilität verleiht. Nur auf dieser Basis kann sich dann das mitunter spektakuläre Kombinationsspiel des Rekordmeisters entfalten, das die Gegner das Fürchten lehrt.</p>
<p>Daher ist die Entscheidung der sportlichen Führung, den Vertrag mit Butt zu verlängern, nur logisch und konsequent. Mit seinen 35 Jahren kann Jörg Butt noch mindestens zwei weitere Jahre auf höchstem Niveau spielen. Doch vorher gilt es, die sich in der laufenden Saison bietenden Titel einzusammeln. Und vielleicht kann man dann in ein paar Jahren vor den Toren der Allianzarena das Denkmal eines Spielers bewundern, der als designierter Rentner gekommen war und zum entscheidenden Mann für die erfolgreichste Saison in der Vereinsgeschichte des FC Bayern München werden sollte.</p>
<p><strong><em>Euer Hennes</em></strong></p>
<hr />
<div id="attachment_491" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><img class="size-full wp-image-491" title="Daumen_runter" src="http://stadion-wurst.bplaced.net/wp-content/uploads/2010/02/Daumen_runter_web.jpg" alt="© pdesign " width="200" height="237" /><p class="wp-caption-text">© pdesign </p></div>
<p>Championsleague Viertelfinale – Rückspiel. Der FC Bayern spielt das Spiel der Saison, die Engländer haben Schwierigkeiten sich aus der eigenen Hälfte zu befreien, aber bei den Bayern fällt einfach kein Tor. 91. Minute – die Ersatzspieler der Bayern stehen schon am Spielfeldrand und freuen sich auf die Spiele gegen Bordeaux (die Lyon mit 7:0 weggeputzt haben). Dann passiert es, ein letzter Konter von Manchester – Giggs wird die Linie entlang geschickt, Flanke in den Strafraum, Berbatov zieht ab, Butt streckt sich, kommt aber nur noch mit den Fingerspitzen an den Ball, TOR! Keine Vorwürfe an Butt, der Schuß war schließlich „unhaltbar“.</p>
<p>Ich mag den Hans-Jörg Butt ja wirklich gerne &#8211; und ich mochte ihn auch schon zu seiner Zeit beim HSV und bei Leverkusen. Ein Mann des Understatements &#8211; unaufgeregt, verlässlich und sympathisch. Wie mein werter Kollege auch schon bemerkte, wären die Bayern ohne Butt momentan nicht da, wo sie jetzt sind. Die blau-weißen Fingerchen recken und strecken sich unaufhörlich in Richtung der drei Trophäen und falls die Pokale am Ende der Saison ihren Platz in einer Vitrine an der Säbenerstraße finden sollten, hat Hans-Jörg Butt sicherlich entscheidenden Anteil daran gehabt – gut gemacht!</p>
<p>Trotzdem legt  der FC Bayern München mit seiner Personalpolitik zum Teil transalpines Verhalten an den Tag – muss man denn auf den Spuren eines AC Mailand oder AS Rom wandeln? Alte Herren werden verpflichtet oder weiter gehalten, obwohl diese den Zenit ihrer Leistungsfähigkeit längst überschritten haben. Eigentlich muss man ja seinen Blick nicht mal in die südlichen Gefilde wenden, sondern nur in unserem kleinen Blog ein paar Wochen zurück blättern – Stichwort van Nistelrooy.</p>
<p>Aber zurück zum deutschen Vorzeigeverein; wie oben schon angedeutet ist Butt ein seriöser und zuverlässiger Torhüter – aber genügt das dem Anspruch der Bayern? Muss der FC Bayern nicht, neben sehr guten Feldspielern, auch einen überdurschnittlichen Keeper haben? Hans Jörg-Butt hält gut, gewinnt aber keine Spiele für den Verein. Ein Club, der international Erfolg haben will, muss auf allen Positionen außergewöhnlich gut besetzt sein. Der FC Bayern braucht einen Torhüter der auch in regelmäßigen Abständen  „hundertprozentige Torchancen“ vereitelt, und das ist nun mal leider nix für den guten Jörg!</p>
<p><em><strong> Euer Jünter</strong></em></p>
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		<item>
		<title>Knackwurst (2) – Mit Kuranyi nach Südafrika?</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 14:28:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hennes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Knackwurst]]></category>
		<category><![CDATA[Kevin Kuranyi]]></category>
		<category><![CDATA[Nationalmannschaft]]></category>
		<category><![CDATA[WM]]></category>

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		<description><![CDATA[Beim WM-Qualifikationsspiel gegen Russland am 11. Oktober 2008 stand Kevin Kuranyi nicht auf dem Platz – genauer: dem Fußballplatz des Signal Iduna Parks in Dortmund -, sondern saß auf seinem Platz – genauer: Platz 38, Block 43, Reihe 3 des Signal Iduna Parks in Dortmund. Erbost über seine Nicht-Nominierung entschloss sich der impulsive Stürmer zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_556" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><a href="http://www.flickr.com/photos/larfi/230829399/"><img class="size-full wp-image-556" title="Kuranyi" src="http://stadion-wurst.bplaced.net/wp-content/uploads/2010/02/Kuranyi_larfi_flickr_web.jpg" alt="© larfi" width="200" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">© larfi</p></div>
<p>Beim WM-Qualifikationsspiel gegen Russland am 11. Oktober 2008 stand Kevin Kuranyi nicht auf dem Platz – genauer: dem Fußballplatz des Signal Iduna Parks in Dortmund -, sondern saß auf seinem Platz – genauer: Platz 38, Block 43, Reihe 3 des Signal Iduna Parks in Dortmund. Erbost über seine Nicht-Nominierung entschloss sich der impulsive Stürmer zu einer überstürzten Heimfahrt in der Halbzeitpause, die ihm prompt den Rauswurf aus der Nationalmannschaft einbrachte. Seitdem spielen sich der reumütige Stürmer Kuranyi und der unerbittliche Nationaltrainer Löw in regelmäßigen Abständen über die Presse den Ball zu, indem der eine um Verzeihung bittet und der andere die Gnadenersuche lautstark ignoriert.</p>
<p>Knapp vier Monate vor der WM und angesichts des Sturmproblems in der Nationalelf stellen sich die Stadionwürste die Frage, ob die Zeit für Vergebung nicht doch gekommen ist.<span id="more-555"></span></p>
<hr />
<div id="attachment_492" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><a href="http://www.fotolia.com"><img class="size-full wp-image-492" title="Daumen_hoch" src="http://stadion-wurst.bplaced.net/wp-content/uploads/2010/02/Daumen_hoch_web.jpg" alt="© pdesign" width="200" height="210" /></a><p class="wp-caption-text">© pdesign</p></div>
<p>Sobald Kevin Kuranyi den Mund aufmacht und spricht, erinnert mich dieser großgewachsene Mann mit fein rasiertem Bart an einen lispelnden Grundschüler. Ich spüre dann immer den Impuls, ihm neckisch-zärtlich über den Kopf zu streicheln, bis seine Haare in alle Himmelsrichtungen abstehen.</p>
<p>Dabei ist Kuranyi im sportlichen Bereich längst der F-Klasse entwachsen. Seit seiner ersten Bundesligasaison als Stammspieler beim VfB Stuttgart unter Felix Magath 2001/02 überzeugt er durch eine erstaunlich konstante Trefferquote: Er ist neben Gerd Müller und Manfred Burgsmüller <del datetime="2010-03-11T16:49:36+00:00">erst der dritte Spieler</del> <em>(und Roland Wohlfahrt und Fritz Walter und Jupp Heynckes und Giovane Elber und wahrscheinlich noch ein paar anderen &#8211; Danke an HeinzKamke für den Hinweis!)</em> einer von Vielen in der Bundesligahistorie, dem es gelang, in acht aufeinanderfolgenden Spielzeiten zweistellig zu treffen.</p>
<p>Zwar wirken seine Bewegungen mitunter hölzern und unkoordiniert, und manch ein Ball fühlt sich schlecht behandelt und flüchtet nach der ersten Berührung mit Kuranyis Fußballschuh schnell wieder in des Gegners Reihen, doch sein Spiel als Stürmer besticht durch Komplexität und eine enorme Vielseitigkeit. Er verfügt über einen sehr guten Kopfball, einen starken, beidfüßigen Schuss, er ist sehr schnell und paart Torinstinkt und -hunger mit einer gesunden Portion Mannschaftsdienlichkeit. Neben seinem guten Auge für den Mitspieler verrichtet er als Stürmer wichtige Defensivarbeit, mit der er auf den Gegner früh Druck ausübt und viele Bälle erobert.</p>
<p>Einzig seine Flatterhaftigkeit, die ihm außerhalb des Platzes und manchmal auch auf dem Spielfeld zu Eigen ist, spricht gegen sein Comeback in der Nationalelf. Doch Magath zeigt bei Schalke, wie man mit Kuranyi umgehen muss: Führung mit harter Hand bei gleichzeitiger Übertragung von Verantwortung auf dem Platz.<br />
Joachim Löw könnte sich diese harte Hand aneignen, sie Kevin Kuranyi zu Versöhnung entgegenstrecken und wäre sicherlich überrascht, wie bereitwillig der Stürmer ihm aus derselben fressen würde. Bei der WM wäre die Nationalelf dann nicht nur um einen torgefährlichen Stürmer reicher, sondern auch um einen Spieler, der um jeden Preis seine letzte Chance in der Landesauswahl würde nutzen wollen.</p>
<p>Also, Jogi, wo ist Dein Herz für Kinder? Wuschel´ dem kleinen Kevin einfach mal durchs Haar und nimm ihn mit zur WM – einem kleinen Jungen kann man doch nicht böse sein!</p>
<p><em><strong>Euer Hennes</strong></em></p>
<hr />
<div id="attachment_491" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><a href="http://www.fotolia.com/"><img class="size-full wp-image-491" title="Daumen_runter" src="http://stadion-wurst.bplaced.net/wp-content/uploads/2010/02/Daumen_runter_web.jpg" alt="© pdesign " width="200" height="237" /></a><p class="wp-caption-text">© pdesign </p></div>
<p>Es ist ja ganz rührend, dass der liebe Hennes an Jogis Herz für Kinder appelliert, aber Kindereien, wie der &#8220;kleine Kevin&#8221; sie sich erlaubt hat, haben ihn leider für eine weitere Karriere in der Nationalmannschaft disqualifiziert.</p>
<p>Wer seinen Kollegen und dem Trainerstab so wenig Respekt entgegenbringt, wie Kevin Kuranyi es mit seinem unangemeldeten Verschwinden während des WM-Qualifikationsspiels gegen Russland getan hat, der hat es sich selbst zuzuschreiben, wenn er aus der Mannschaft fliegt.</p>
<p>Dass Kuranyi ein ausgezeichneter Stürmer ist, möchte ich hier wirklich nicht bestreiten, seine Tore sprechen für sich, aber so etwas geht einfach nicht, egal, welche Sturmprobleme vorhanden sein mögen oder nicht.</p>
<p>Apropos Sturmprobleme &#8211; Poldi trifft doch wieder, und mit dem guten Cacau, einem Mario Gomez, Stefan Kießling, Thomas Müller und einem hoffentlich wieder erstarkten Miro Klose stehen wir doch ganz gut da. Ich würde vielleicht eher über eine Reaktivierung von Hans-Peter Briegel nachdenken, um die Abwehrreihe etwas zu stabilisieren.</p>
<p>Und noch was zum Schluß &#8211; wenn der gute Hennes sich bei Interviews mit Kevin Kuranyi an einen lispelnden Grundschüler erinnert fühlt, sehe ich leider immer nur Katja Burkard vor mir, und die möchte ich bei bestem Willen nicht über vergebene Torchancen und den nächsten Gegner sprechen hören.</p>
<p>Also, Jogi, lass die kleine Katja ruhig schmollen &#8211; alles richtig gemacht!</p>
<p><strong><em>Euer Jünter</em></strong></p>
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		<title>Knackwurst (1) &#8211; Ruud van Nistelrooy an der Elbe!</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Feb 2010 19:02:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hennes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Knackwurst]]></category>
		<category><![CDATA[Ruud van Nistelrooy]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Stadionwürste präsentieren den ersten Teil einer neuen Serie auf Stadion-Wurst.com: In unregelmäßigen Abständen wird die „Knackwurst“ im Mittelpunkt stehen – ein kontroverses Thema, das bei uns wilde Diskussionen, lautstarke Auseinandersetzungen bis hin zu handgreiflichen Raufereien auslöst. Da die Wurst bekanntlich zwei Enden hat, werden wir die Knackwurst aus beiden Richtungen anknabbern und uns um [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Stadionwürste präsentieren den ersten Teil einer neuen Serie auf Stadion-Wurst.com: In unregelmäßigen Abständen wird die „<strong>Knackwurst</strong>“ im Mittelpunkt stehen – ein kontroverses Thema, das bei uns wilde Diskussionen, lautstarke Auseinandersetzungen bis hin zu handgreiflichen Raufereien auslöst. Da die Wurst bekanntlich zwei Enden hat, werden wir die Knackwurst aus beiden Richtungen anknabbern und uns um den saftigen Mittelteil streiten.<br />
Denn Jünter weiß schließlich immer alles besser und Hennes erst recht – oder war’s umgekehrt?</p>
<p>Den Auftakt macht der Wechsel von Ruud van Nistelrooy zum HSV!<span id="more-490"></span></p>
<hr />
<div id="attachment_491" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><a href="http://www.fotolia.com"><img class="size-full wp-image-491" title="Daumen_runter" src="http://stadion-wurst.bplaced.net/wp-content/uploads/2010/02/Daumen_runter_web.jpg" alt="© pdesign " width="200" height="237" /></a><p class="wp-caption-text">© pdesign </p></div>
<p>Ich versteh einfach nicht, was da oben an der Elbe los ist. Der HSV hat diese Saison ein tolles, junges Team auf die Beine gestellt, die Verletzungsmisere neigt sich dem Ende entgegen, in der Tabelle ist noch nichts entschieden und nun das: Ruud van Nistelrooy wird verpflichtet &#8211; ein alternder, verletzungsanfälliger Stürmer ohne Spielpraxis.</p>
<p>Ja ist die Bundesliga denn der Gnadenhof für ehemalige Weltstars? Ich darf an dieser Stelle mal an die Verpflichtung Davor Sukers durch 1860 München erinnern. Großer Medienrummel, viel Getöse und nach 1 1/2 Jahren standen mickrige 25 Spiele und noch mickrigere 5 Tore auf dem Konto des kroatischen Volkshelden – na, das hatte sich aber mal gelohnt.</p>
<p>Ich würde mich nicht wundern wenn das bei Herrn van Nistelrooy ähnlich ausgehen sollte &#8211; und wenn nicht, was geschieht mit einem hoch talentierten Marcus Berg oder mit Tunay Torun? Die bekommen einen ehemaligen Weltstar vor die Nase gesetzt und dürfen sich dann wohl oder übel ihre Spielpraxis in der Amateurmannschaft holen.</p>
<p>Oder ist das alles nur ein toller PR-Schachzug um die Marke HSV weltweit bekannter zu machen? Wie gut so was funktioniert, haben wir ja alle schon beim HSV bestaunen dürfen, als der Wunderstürmer Takahara verpflichtet wurde, um den japanischen Markt mit HSV-Fanartikeln zu überfluten. 13 Tore in drei Jahren sprechen wohl für sich.</p>
<p>Und ja &#8211; es kann ja sein, dass van Nistelrooy wie eine Granate einschlägt, in der Rückrunde 150 Tore macht und den HSV zur Meisterschaft schießt &#8211; nur allein der Glaube fehlt mir&#8230;</p>
<p><strong><em>Euer Jünter</em></strong></p>
<hr />
<div id="attachment_492" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><a href="http://www.fotolia.com"><img class="size-full wp-image-492" title="Daumen_hoch" src="http://stadion-wurst.bplaced.net/wp-content/uploads/2010/02/Daumen_hoch_web.jpg" alt="© pdesign" width="200" height="210" /></a><p class="wp-caption-text">© pdesign</p></div>
<p>Der Glaube fehlte mir zuerst auch, als ich die Nachricht vernahm, Superstar Ruud van Nistelrooy wechsele in die Bundesliga zum HSV. Etwa <em>der </em>Van Nistelrooy, der 3x Top-Torschütze der Championsleague war? Jener Stürmer, der sich schon in England, Spanien und in Holland an die Spitze der Torjägerliste geschossen hatte? Das war ein Knaller!</p>
<p>Für den HSV könnte sich dieser Transfer als der goldene Deal herausstellen, und ich bin mir fast sicher, dass sich die Norddeutschen in nur kurzer Zeit die Hände reiben werden.</p>
<p>Zum einen gibt es rein sportliche Gründe für eine Verpflichtung des 33-jährigen: Er besitzt einen unnachahmlichen Torinstinkt, der altersbedingte Einbußen bei Spritzigkeit, Fitness und Antritt locker wettmachen wird. Zudem wirkt die anstehende WM als zusätzliche Motivationsspritze in der Rückrunde, da er sich noch berechtigte Hoffnungen auf eine Berufung in die „Elftal“ macht.</p>
<p>„Van the Man“ verfügt über sehr, sehr viel Erfahrung und verleiht dem jungen HSV-Team zusätzliche Stabilität. Von dieser Erfahrung werden seine jungen Sturmkollegen Marcus Berg und Tunay Torun im Training profitieren. Natürlich werden sie nicht mehr so häufig spielen, aber das wird die Mannschaft nicht belasten &#8211; durch ihre Jugend stellen sie keine Ansprüche und reihen sich hinter dem Holländer ein. Dieser wiederum kann 70 Minuten aufs Gas drücken, um dann Platz für einen Joker zu machen.</p>
<p>Doch selbst wenn Van Nistelrooy mal auf die Bank muss, werden wir kein Drama à la Ribéry erleben: Der Holländer gilt als ausgezeichneter Charakter, ist nett, bescheiden, höflich. Für eine schnelle Integration ins Team ist gesorgt: Er spricht – wie beinahe jeder unserer Landesnachbarn – deutsch und mit Mathijsen, Castelen und Elia stehen noch drei weitere Landsmänner von ihm im Kader.</p>
<p>Auch wirtschaftlich macht der Transfer Sinn: Zwar kassiert der Stürmer mit kolportierten 6 Millionen ein nahezu exorbitantes Jahresgehalt, wechselte aber ablösefrei von Real Madrid. Der Trikotabsatz wird mit Sicherheit große Teile der Personalkosten wieder einspielen, gilt Van Nistelrooy doch als erster richtiger Star an der Elbe seit Raffael van der Vaart. Viel wichtiger aber ist die Signalwirkung, die von dem Transfer ausgeht. Der HSV etabliert seinen Namen auf dem Spitzenniveau in Europa. Nach außen wird der Verein damit attraktiv für weitere namhafte Neuzugänge, nach innen erleichtert der Transfer die interne Kaderplanung. Schon jetzt haben die heiß umworbenen Spieler Boateng und Petric angedeutet, ihre Verträge verlängern zu wollen.</p>
<p>Ich glaube zwar auch nicht, dass Van Nistelrooy in der Rückrunde 150 Tore und damit den HSV zur Meisterschaft schießen wird – aber für zwölf Tore und die Championsleague-Qualifikation wird es reichen!</p>
<p><strong><em>Euer Hennes</em></strong></p>
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