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	<title>StadionWurst - Das Fussball Blog</title>
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	<description>Das Fussball Blog - Ein etwas anderer Blick auf Bundesliga, internationalen Fußball und die Geschichten rund um den Rasensport.</description>
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<title>StadionWurst - Das Fussball Blog</title>
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		<title>Volle Konzentration, bitte!</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Mar 2010 19:00:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hennes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Chorizo, Mortadella, Krakauer & Co]]></category>
		<category><![CDATA[Nationalmannschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Per Mertesacker]]></category>
		<category><![CDATA[WM]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir nähern uns mit großen Schritten der Fußball-Weltmeisterschaft im Sommer. Die Nationalspieler sehen dabei ganz anderen Turnierbedingungen entgegen, als sie es von den vergangenen Europa- oder Weltmeisterschaften her kennen. Aufgrund der strengen Sicherheitsbestimmungen wohnen sie abgeschottet hinter hohen Mauern und können sich im Umland nicht frei bewegen, wie sie es bislang gewohnt waren. Bei dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir nähern uns mit großen Schritten der Fußball-Weltmeisterschaft im Sommer. Die Nationalspieler sehen dabei ganz anderen Turnierbedingungen entgegen, als sie es von den vergangenen Europa- oder Weltmeisterschaften her kennen. Aufgrund der strengen Sicherheitsbestimmungen wohnen sie abgeschottet hinter hohen Mauern und können sich im Umland nicht frei bewegen, wie sie es bislang gewohnt waren. Bei dem einen oder anderen mag die Angst vor dem berüchtigten „Lagerkoller“ mit im Gepäck sein, wenn er am 6. Juni den Flieger gen Pretoria besteigt.<br />
<span id="more-580"></span><br />
Dennoch werden auch sie, anders als Generationen von Fußballern zuvor, das Privileg genießen können, ihre Familien, ihre Ehefrauen oder Freundinnen vor Ort empfangen und sehen zu können. Hatten noch bis zu Beginn der neunziger Jahre die Fußballer einkaserniert und dem Anblick haariger Männerbeine längst überdrüssig aufeinander gehockt, hielt unter Berti Vogts die familiäre Atmosphäre Einzug im Nationalmannschaftsquartier.</p>
<p>Spätestens zu diesem Zeitpunkt wurde die Frage nach dem Liebesleben der Nationalkicker während eines vierwöchigen Turniers auch für die Nation interessant. Ist Sex vor einem Spiel leistungsfördernd oder kriecht der Spieler nach dem ausgelassenen Matratzensport müde über den Rasen?</p>
<p>Bis heute gehen die Meinungen darüber auseinander. Bislang konnte nur nachgewiesen werden, dass der Testosteronspiegel nach dem Beischlaf sinkt, der Glückshormonpegel dagegen steigt, was sich insgesamt negativ auf die Aggressivität des Sportlers auswirkt. Ruft man sich allerdings die unschöne Rangelei nach dem WM-Viertelfinale 2006 zwischen der deutschen und der argentinischen Mannschaft vor Augen, wünscht man sich rückblickend mehr Beischlaf und weniger Aggressivität für alle Beteiligten.</p>
<p>Als gesichert darf indes gelten, dass sich die hormonelle Lage spätestens zehn Stunden nach dem geschlechtlichen Treiben wieder normalisiert hat. Da nicht davon auszugehen ist, dass die Spieler noch am selben Tag eines Turniermatches die Nähe ihrer weiblichen Begleitung genießen dürfen, stellt sich die Frage nach den Konsequenzen leiblicher Genussfreuden ohnehin nicht.</p>
<p>Berti Vogts, der uns diese ganzen Gedanken rund um die beiden schönsten Nebensachen der Welt eingebrockt hat, reagierte während seiner Amtszeit als Nationaltrainer übrigens äußerst gelassen auf delikate Fragen:</p>
<blockquote><p>„Sex vor dem Spiel? Das können meine Jungs halten, wie sie wollen. Nur in der Halbzeit, da geht nichts.”</p></blockquote>
<p>Per Mertesacker scheint sich in einem heute erschienenen Interview mit der <a href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/sport/aktuell/?em_cnt=2373436&amp;em_cnt_page=1" target="_blank">Frankfurter Rundschau</a> unterbewusst auch mit ähnlichen Gedanken zu beschäftigen. Zwar stellte der Journalist bloß eine unschuldige Frage nach der zu erwartenden Atmosphäre im Mannschaftshotel, doch die Antwort des Abwehrspielers lässt tief blicken:</p>
<blockquote><p>„Ich habe bei beiden Turnieren eine Freundin gehabt, bin aber gut damit gefahren, mich auf mich zu konzentrieren. Ich kann auch ganz gut allein sein, mich auf meinen Körper konzentrieren und mich dann auf ein großes sportliches Ziel fokussieren.”</p></blockquote>
<p>Dann wünschen wir Dir viel Spaß beim Konzentrieren, Per!</p>
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		<title>Mit dem Kopf durch die Torwand</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Mar 2010 13:03:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hennes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wurstsalat]]></category>
		<category><![CDATA[Jürgen Klinsmann]]></category>
		<category><![CDATA[Shaun White]]></category>
		<category><![CDATA[Stefan Kießling]]></category>
		<category><![CDATA[Torwand]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Wochenende habe ich nach langer Zeit mal wieder das aktuelle sportstudio geschaut. Zu Gast war der US-amerikanische Snowboarder Shaun White, quasi der Tiger Woods der Snowboardszene, nur ohne Sex-Skandal. Zumindest ist noch keiner ans Tageslicht gekommen.
White beherrscht die Profiszene seit Jahren nach Belieben und gewann in Vancouver seine zweite Goldmedaille in der Half Pipe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_570" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://www.photocase.com"><img class="size-full wp-image-570" title="Torwand" src="http://stadion-wurst.bplaced.net/wp-content/uploads/2010/03/Torwand_designritter_pc_web.jpg" alt="© designritter" width="150" height="203" /></a><p class="wp-caption-text">© designritter</p></div>
<p>Am Wochenende habe ich nach langer Zeit mal wieder <em>das aktuelle sportstudio</em> geschaut. Zu Gast war der US-amerikanische Snowboarder Shaun White, quasi der Tiger Woods der Snowboardszene, nur ohne Sex-Skandal. Zumindest ist noch keiner ans Tageslicht gekommen.</p>
<p>White beherrscht die Profiszene seit Jahren nach Belieben und gewann in Vancouver seine zweite Goldmedaille in der Half Pipe nach seinem ersten Olympiasieg 2006 in Turin. Zudem ist er das fleischgewordene Klischee eines Snowboard-Helden: Seine rote Lockenmähne verleiht seinem strahlend weißen Lächeln einen hippieesken Anstrich, der wunderbar mit seiner unverkrampft lockeren Art harmoniert. Seine Klamotten strotzen nur so vor lässiger Coolness, bei ihm wirkt alles jung, dynamisch, leicht und locker. Hätte man ihn zum besten Freund, würde man platzen; mal vor Stolz, weil man den coolsten Typen der Welt an seiner Seite hätte, mal vor Wut, weil einem immer nur die Rolle des langweiligen Sidekicks bliebe.<br />
<span id="more-569"></span><br />
Dieser Shaun White traf also am Samstagabend auf Kathrin Müller-Hohenstein, die sich als gute Gastgeberin erwies und sich sehr für die wilden Snowboardtricks des Sportlers interessierte. Auch das Publikum zeigte sich wohlwollend freundlich, und doch konnte ich mich als Zuschauer auf dem heimischen Sofa des Eindrucks nicht erwehren, als erlebte ich gerade eine Art Clash der Kulturen. Vielleicht war es auch – ohne Frau Müller-Hohenstein und den Damen und Herren vor Ort zu nahe treten zu wollen – ein Clash der Generationen. Man konnte förmlich spüren, wie das Schaffen des Sportlers zwar auf bewundernde Anerkennung stieß, die sich aber mit einem nach innen gewandten Kopfschütteln paarte.</p>
<p>„Der ist ja irre“, schienen die Gesichter auf den Sitzbänken zu rufen. „Wie kann man denn Snowboarder werden“, schienen sie sich zu fragen. Und spätestens beim Torwandschießen, als Shaun White den ersten Schuss unbeholfen wie ein Storch ausführte, so dass sich der Ball in die untere Mitte der Wand zitterte, kaum die Bretter berührend, lachten die Zuschauer auf und manch ein älterer Herr auf den Bänken zischte seiner Gattin ins Ohr: „Hätte der Junge lieber etwas Anständiges gelernt und wäre Fußballer geworden“. Frau Müller-Hohenstein sah sich gar bemüßigt, die Zuschauer zu mehr Fairness zu ermahnen: „Hallo, es wird nicht gelacht!“</p>
<p><object width="560" height="340"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/dfHqcSGt7es&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/dfHqcSGt7es&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="560" height="340"></embed></object></p>
<p>Da war sie also wieder, die Schadenfreude, der Deutschen liebstes Kind: Jenes Lachen über die Missgeschicke anderer, das sich in unserem Land so großer Beliebtheit erfreut und anderen Nationen lange Zeit derart fremd war, dass sie noch nicht einmal ein eigenes Wort dafür entwickelten: Die &#8220;Schadenfreude&#8221; existiert im Englischen, Französischen, Italienischen, Spanischen, Portugiesischen und Polnischen nur als deutsches Lehnwort.</p>
<p>Niemand sprach es aus, was alle dachten: „Da kreiselt der Junge in 20 Metern Höhe achthundert Mal um die eigene Achse und trifft dann kaum den Ball!“ Auch ein Superstar wie Shaun White musste schnell einsehen, dass die wahren Helden an der Torwand geboren werden – und dort auch elend wieder verrecken.</p>
<p>Eusebio, Marco van Basten und selbst der legendäre Pele versagten und gingen mit null Treffern unter. So mancher Zuschauer mag angesichts der trüben Darbietung die fußballerische Kunstfertigkeit der Protagonisten ernsthaft in Zweifel gezogen haben. Ganz anders dagegen ernteten folgende Herren unumwundene Bewunderung, glückten ihnen doch die meistens, nämlich fünf Treffer: Rudi Völler, Günter Hermann, Reinhard Saftig, Matthias Becker, Rolf Fringer, Frank Pagelsdorf und Frank Rost.</p>
<p>Der Messias des deutschen Fußballs, Franz Beckenbauer, traf hingegen nur viermal, machte sich mit einem einzigen Schuss trotzdem unvergesslich: Vom gefüllten Weizenbierglas zirkelte er den Ball in die runde Öffnung der Wand. Doch auch die Damen wussten zu begeistern: Anke Huber traf als beste weibliche Schützin dreimal ins Runde und Fußball-Weltmeisterin Fatmire Bajramaj erzielte zwei Treffer mit 7-Zentimeter-Absätzen. Selbst Otto, der bei RTL nur noch unter der Berufsbezeichnung „Blödelbarde“ geführt wird, versenkte einen Ball und zwar nach Schuss mit der Hacke.</p>
<p>Seit die Profis gegen Amateure antreten müssen, ist die Gefahr einer Blamage noch größer. So musste Stefan Kießling eine herbe Niederlage gegen den kleinen Jonas einstecken, der allerdings für einen Siebenjährigen mit einem kräftigen Bums gesegnet war. Kießling wird es verschmerzen können – schließlich hätte er sich des Spotts seiner Kollegen sicher sein können, wenn er am morgendlichen Training auf dem Siegerpreis um die Ecke gekurvt wäre – einem Fahrrad für Siebenjährige.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="560" height="340" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/g9J2NyeMknE&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="560" height="340" src="http://www.youtube.com/v/g9J2NyeMknE&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Auch Jürgen Klinsmann, jener ewige Sunnyboy des deutschen Fußballs, der mit seinem Shaun-White-Strahlegrinsen immer wieder die Öffentlichkeit blendet, durfte im November 2008 als noch aktiver Bayern-Trainer sein Glück an der Torwand versuchen. Leider hatte wenige Stunden zuvor der FC Bayern nach einer komfortablen 2:0-Führung gegen Borussia Mönchengladbach am Ende dennoch nur 2:2 gespielt. Entsprechend missmutig erschien er im aktuellen Sportstudio. Daran konnten selbst die Sportstudio-Verantwortlichen nichts ändern, obwohl sie mit allen Mitteln versuchten, ihn durch einen Sieg an der Torwand wieder aufzuheitern:</p>
<blockquote><p>„Was mich ein bisschen verärgerte, war die Tatsache, dass Klinsmann an der Torwand üben durfte und ich nicht, das verschaffte ihm natürlich einen Vorteil.“</p>
<p>(DenizTürkoglu, Klinsmanns Gegner an der Torwand, am 16. 02. 2010 auf <a href="http://www.transfermarkt.de/de/news/36200/tuerkoglu-klinsmann-durfte-an-der-torwand-ueben-ich-nicht.html" target="_blank">transfermarkt.de</a>)</p></blockquote>
<p>Klinsmann ging dann auch mit 2:0 in Führung. Doch manchmal hat das Leben einen feinen Sinn für Ironie: Mit zwei Treffern oben links glich sein Gegner Deniz Türkoglu kurz vor Schluss noch aus und bescherte damit dem Bayern-Trainer zum zweiten Mal am Tag ein unglückliches Remis. Das strahlend weiße Lächeln schien plötzlich wie eingefroren.</p>
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		<title>Klassenausflug nach Südafrika</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Feb 2010 17:37:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hennes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wurstsalat]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Hitzlsperger]]></category>
		<category><![CDATA[Transfer]]></category>
		<category><![CDATA[WM]]></category>

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		<description><![CDATA[Zu meiner Schulzeit gab es im Klassenzimmer immer eine klare Sitzordnung: In der letzten Reihe saßen die Schüler, die sich das Motto „Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir!“ auf die Fahne geschrieben hatten. Durch die Nähe zur hinteren Wand versuchten sie sich dem Blickfeld des Lehrers zu entziehen, nicht ahnend, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_565" class="wp-caption alignleft" style="width: 235px"><a href="http://www.photocase.com"><img class="size-medium wp-image-565 " title="School" src="http://stadion-wurst.bplaced.net/wp-content/uploads/2010/02/school_buckdanny_web-225x300.jpg" alt="@ buckdanny" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">© buckdanny</p></div>
<p>Zu meiner Schulzeit gab es im Klassenzimmer immer eine klare Sitzordnung: In der letzten Reihe saßen die Schüler, die sich das Motto „Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir!“ auf die Fahne geschrieben hatten. Durch die Nähe zur hinteren Wand versuchten sie sich dem Blickfeld des Lehrers zu entziehen, nicht ahnend, dass sie gerade wegen ihrer verräterischen Platzwahl unter besonderer Beobachtung standen.</p>
<p>An den Tischen im Mittelteil des Raumes fand sich die große Durchschnittsmasse der Schülerschaft: Von interessiert mitteilsam über rebellisch lässig bis hin zu verträumt apathisch ließ sich dort jedes erdenkliche fleischgewordene Adjektiv finden.</p>
<p>Und dann gab es noch die erste Reihe &#8211; dort saßen neben den kurzsichtigen Schülern und jenen aus der letzten Reihe, die die besondere Beobachtung nicht schadlos überstanden hatten, auch die Schüler, die bei den Lehrer aufgrund ihres Lerneifers und ihrer Disziplin grenzenlos beliebt waren. Erstaunlicherweise hielten ihre Leistungen selten, was ihre Emsigkeit versprach. Zwar bewegten sich ihre Zensuren im oberen Drittel des Notenschnitts, brillant waren jedoch andere, meist weiter hinten platzierte Schüler, deren Arbeitspensum ungleich geringer war.<span id="more-563"></span></p>
<p>Ob es auch in Umkleidekabinen von Fußballvereinen eine ähnlich geartete Sitzverteilung gibt, ist mir leider aufgrund meiner fußballerisch chronischen Inaktivität nicht bekannt. Dennoch bin ich mir ziemlich sicher, dass man Thomas Hitzlsperger &#8211; im übertragenen Sinne &#8211; in der ersten Reihe sitzend antreffen würde.<br />
Egal in welchem Team er bislang spielte, ob bei Aston Villa, beim VfB Stuttgart oder in der Nationalelf, stets bestach er durch großen Arbeitseifer und Disziplin. Seine Leistungen im Spiel sind zwar selten brillant oder herausragend, aber häufig ungemein wichtig für die eigene Mannschaft. Darüber hinaus gilt er auch abseits des Platzes als Inbegriff des modernen und mündigen Profis. So zeigt er sich weltoffen, gebildet, selbstkritisch, interessiert – kaum verwunderlich, dass er auf der Insel schnell zum „Teacher’s Pet“, in Deutschland dann zum Lieblingsschüler des Trainers wurde.</p>
<p>Er wäre es wahrscheinlich auch geblieben, hätte es beim VfB Stuttgart in der Saison 2009/10 nicht einen folgenreichen Trainerwechsel gegeben. Der Schweizer Christian Groß stellte sich – wieder im übertragenen Sinne – mit der furchteinflößenden Glatze und seiner gestrengen Aura vor die Klasse, warf den Sitzplan über den Haufen, versetzte Thomas Hitzlsperger von der ersten Reihe weit nach hinten, nur um ihn kurz danach auf den Flur zu schicken. Dort stand der kleine Thomas nun und fragte sich, was aus ihm werden sollte.</p>
<div id="attachment_566" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><a href="http://www.flickr.com"><img class="size-full wp-image-566" title="Hitzlsperger" src="http://stadion-wurst.bplaced.net/wp-content/uploads/2010/02/Hitzlsperger_StefanBaudy_flickr_web.jpg" alt="© Stefan Baudy" width="200" height="207" /></a><p class="wp-caption-text">© Stefan Baudy</p></div>
<p>In einer normalen Bundesligasaison hätte er sich mit seiner dauerhaften Verbannung auf den Flur bzw. – diesmal im nicht übertragenen Sinne &#8211; auf die Bank womöglich arrangiert. Eine Saison ist lang, Verletzungen und Spielsperren wirbeln den Kader regelmäßig durcheinander und sorgen für immer neue Chancen, sich als Bankspieler zu beweisen. Doch die laufende Saison ist keine normale Bundesligaspielzeit – sie ist eine WM-Saison, und in einem solchen Jahr ticken die Fußballuhren anders.</p>
<p>Aus Angst um den eigenen Platz im Nationalmannschaftskader für die Weltmeisterschaft bemühten sich in der Winterpause zahlreiche Profis, die in ihrem Stammverein nicht mehr wie gewünscht zum Zuge kamen, um einen Wechsel. Insgesamt verpflichteten die Vereine der ersten Bundesliga während der Pause 44 neue Spieler und veräußerten im Gegenzug 62 Spieler. Zwar fanden viele Transaktionen losgelöst vom Großereignis im Sommer statt; Magaths Kaufrausch beispielsweise ist nur dem großflächigen Umbau der Schalker Mannschaft geschuldet. Doch zahlreiche Transfers konnten nur im Schatten der kommenden WM vollzogen werden.</p>
<p>Luca Toni nahm einen unrühmlichen Abgang beim FC Bayern in Kauf und ließ sich an den AS Rom ausleihen, um in der heimischen Liga wieder vor den Augen Marcello Lippis spielen zu können. Edson Braafheid verließ schweren Herzens seinen Mentor Luis van Gaal, um bei Celtic Glasgow häufiger zum Einsatz zu kommen und vielleicht noch auf den holländischen WM-Zug aufspringen zu können. Ruud van Nistelrooy heuerte gar für eineinhalb Jahre beim HSV an – und trainiert ab jetzt statt mit Cristiano Ronaldo und Kaka mit Robert Tesche und Tunay Torun. Um die Chance auf einen WM-Einsatz zu wahren, wechselten sie jeweils von einem europäischen Spitzenclub zu Vereinen im europäischen Mittelmaß.</p>
<p>Gleichwohl dürften ihre heimlichen Klagen bei den folgenden Herren als Jammern auf hohem Niveau abgetan werden:<br />
So sah sich Theofanis Gekas zu einem Wechsel innerhalb der Bundesliga genötigt, dessen Gefälle größer nicht hätte sein können:  Von Bayer Leverkusen, dem potentiellen Meisterkandidaten, wechselte er zu Hertha BSC Berlin, dem nach einer historisch schlechten Vorrunde abgeschlagenen Tabellenschlusslicht.<br />
Arouna Koné traf es da noch schlimmer: Dem ruhmreichen FC Sevilla kehrte er den Rücken, um nun im tristen Hannover mitzuerleben, wie sein neuer Verein von Niederlage zu Niederlage stolpert.<br />
Das ist zwar nur schwer zu toppen, lässt Zoran Tosic aber doch nur müde lächeln. Er verließ in der Winterpause den weltweit erfolgreichsten Verein der letzten Jahre, Manchester United, und wechselte ausgerechnet zu FC nach Köln. Die WM-Teilnahme scheint ihm sehr, sehr wichtig zu sein.</p>
<p>Und was macht Thomas Hitzlsperger? Auch er hatte keine Lust mehr – noch mal im übertragenen Sinne – auf dem Flur zu stehen und wechselte die Klasse. Er spielt nun bei Lazio Rom, dem 16. der Serie A. Kaum angekommen, durfte er sich schon von der italienischen Presse kritisieren lassen, einen Trainerwechsel miterleben und sitzt wieder nur auf der Bank. Sein Bangen um die WM-Teilnahme dürfte nicht kleiner geworden sein. Daher gibt es vermutlich niemanden, der sich bereitwilliger als Lieblingsschüler des Trainers verspotten lassen würde als er. Dann hoffen wir für ihn, dass bald das ganze Stadion ruft: „<em>Hitzlsperger, l’allievo prediletto</em><strong>!“</strong></p>
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		<title>Stadionwurst &#8211; Die Cartoon Serie!</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Feb 2010 12:31:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Juenter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wurstsalat]]></category>
		<category><![CDATA[Stadionwurst die Serie]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Stadionwürste erschließen immer neue Medien, um die Welt zu erobern! Jetzt wird gezeichnet, animiert und auf PLAY gedrückt!
Stadionwurst, die Serie &#8211; Folge 1: Das Derby!

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			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Stadionwürste erschließen immer neue Medien, um die Welt zu erobern! Jetzt wird gezeichnet, animiert und auf <em>PLAY</em> gedrückt!</p>
<p>Stadionwurst, die Serie &#8211; Folge 1: Das Derby!</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="500" height="328" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="flashvars" value="userId=0q49MExpWyAg&amp;movieId=0_5HMm2jS7UI&amp;chain_mids=&amp;movieLid=0&amp;movieTitle=Stadionwurst+-+Das+Derby&amp;movieDesc=&amp;apiserver=http://goanimate.com/&amp;appCode=go&amp;thumbnailURL=http://goanimate.com/files/thumbnails/movie/1027/775027/1652063L.jpg&amp;fb_app_url=http://goanimate.com/go/&amp;copyable=0&amp;showButtons=1&amp;tlang=en_US&amp;ctc=go&amp;isEmbed=1&amp;is_private_shared=0&amp;isPublished=1&amp;originalId=0zEt_fo4L-5k&amp;is_slideshow=0&amp;is_emessage=0&amp;averageRating=0&amp;ratingCount=0" /><param name="src" value="http://goanimate.com//api/animation/player" /><param name="wmode" value="transparent" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="500" height="328" src="http://goanimate.com//api/animation/player" wmode="transparent" flashvars="userId=0q49MExpWyAg&amp;movieId=0_5HMm2jS7UI&amp;chain_mids=&amp;movieLid=0&amp;movieTitle=Stadionwurst+-+Das+Derby&amp;movieDesc=&amp;apiserver=http://goanimate.com/&amp;appCode=go&amp;thumbnailURL=http://goanimate.com/files/thumbnails/movie/1027/775027/1652063L.jpg&amp;fb_app_url=http://goanimate.com/go/&amp;copyable=0&amp;showButtons=1&amp;tlang=en_US&amp;ctc=go&amp;isEmbed=1&amp;is_private_shared=0&amp;isPublished=1&amp;originalId=0zEt_fo4L-5k&amp;is_slideshow=0&amp;is_emessage=0&amp;averageRating=0&amp;ratingCount=0"></embed></object></p>
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		<title>Wie aus Marko Marin Inka Marmor wurde&#8230;</title>
		<link>http://www.stadion-wurst.com/2010/02/wie-aus-marko-marin-inka-marmor-wurde/</link>
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		<pubDate>Tue, 09 Feb 2010 15:41:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Juenter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wurstsalat]]></category>
		<category><![CDATA[Anagramm]]></category>
		<category><![CDATA[Nationalmannschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[ 
Inka Marmor passt zum Eckball-Lama, der spielt sofort weiter zum Silosklaven &#8211; Schuss in den Winkel! Aber Rune Emanuel hält den Ball! So oder so ähnlich könnte der Kommentar zu einem Spiel der deutschen Nationalmannschaft klingen, wenn die Eltern unserer Nationalkicker Anagrammfans gewesen wären.
Aber was nicht ist, kann man ja noch immer ändern.
Also dann mal [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong> </strong></p>
<p><strong><strong><img class="size-medium wp-image-540 alignleft" title="fussball anagramm" src="http://stadion-wurst.bplaced.net/wp-content/uploads/2010/02/fussball-anagramm-199x300.jpg" alt="&lt;a href=" width="106" height="154" /></strong></strong><strong>Inka Marmor</strong> passt zum<strong> Eckball-Lama</strong>, der spielt sofort weiter zum <strong>Silosklaven</strong> &#8211; Schuss in den Winkel! Aber <strong>Rune Emanuel</strong> hält den Ball! So oder so ähnlich könnte der Kommentar zu einem Spiel der deutschen Nationalmannschaft klingen, wenn die Eltern unserer Nationalkicker Anagrammfans gewesen wären.</p>
<p>Aber was nicht ist, kann man ja noch immer ändern.<br />
Also dann mal los&#8230;.</p>
<p>Wer hätte gedacht, dass <strong>Lukas Podolski</strong> nur durch eine gute <strong>Dosis Pokalulk</strong> zum <strong>Kusspokal Idol</strong> geworden ist?<span id="more-539"></span><br />
Und verblüffend auch, dass seit <strong>Thomas Hitzlsperger</strong> in Rom weilt, sein <strong>Hamster Holger spitz</strong> geworden ist. Dazu denkt sich <strong>Rene Adler</strong> nur: &#8220;<strong>Real reden</strong>, aber Lazio spielen? Selber Schuld!&#8221;. Ach <strong>Rom, Silosklave</strong> ist da ja jetzt <strong>Miroslav Klose</strong> geworden &#8211; wegen dem umgeknickten Fuss. Da sollte er sich mal <strong>Theo Zwanziger</strong> zum Vorbild nehmen &#8211; der schwört nämlich auf das <strong>Organ Zweitzeh</strong>, damit wär das wohl nicht passiert.</p>
<p>Aber nicht nur eben erwähnte Herren haben Beruf und Wohnort gewechselt &#8211; <strong>Franz Beckenbauer</strong> hat umgeschult &#8211; <strong>Beruf Nackenzebra</strong> &#8211; und wohnt jetzt <strong>neben Furzbaracke</strong>. <strong>Mario Gomez</strong> spielt im Moment Reiseführer, nachdem seine Mutter ihn bat: &#8220;<strong>Zeig Oma Rom</strong>!&#8221;</p>
<p>Wenn alle unterwegs sind, hat <strong>Marko Marin</strong> wenigstens Zeit, sich um seine lange verschollene Zwillingsschwester <strong>Inka Marmor </strong>zu kümmern. Ihm stinkt nur, dass die jetzt ausgerechnet auf <strong>Christoph Metzelder</strong>, <strong>letzter Mopedhirsch</strong> von Madrid, steht!</p>
<p>Zwei, die wahrscheinlich nicht den Weg nach Südafrika antreten werden, haben im Moment einen kleinen Durchhänger &#8211; <strong>Torsten Frings</strong> hat keinen Bock mehr auf Nutella &#8211; er <strong>frisst gern Ton</strong> &#8211; und <strong>Simon Rolfes</strong> fühlt sich <strong>enorm fossil</strong>.</p>
<p>Schlimmer als Ton essen ist nur noch die Neuigkeit über <strong>Heiko Westermann</strong> &#8211; er <strong>nahm erwiesen Kot</strong>!</p>
<p>Wer&#8217;s mal selber ausprobieren möchte, kann diesen <a title="Anagramm Generator" href="http://www.arrak.fi/en/ag">Anagramm Generator</a> benutzen und seine Ergebnisse in die Kommentare packen! Vielleicht kriegen wir so die komplette Nationalmannschaft plus Trainerteam zusammen.</p>
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		<title>Extrawurst (1) &#8211; Unsere Projekte sind kein Sprint</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Feb 2010 14:41:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Juenter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Extrawurst]]></category>
		<category><![CDATA[FC St. Pauli]]></category>
		<category><![CDATA[Projekt]]></category>
		<category><![CDATA[Unsere Projekte sind kein Sprint]]></category>

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		<description><![CDATA[In der Serie &#8220;Extrawurst&#8221; stellen wir von Zeit zu Zeit Projekte, Ideen oder Menschen vor, die sich mit dem Fußball beschäftigen, aber selten im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses stehen. Diesen Geschichten am Rande des Fußballfeldes wollen wir auf Stadion-Wurst.com Gehör verschaffen.
Den Auftakt macht die Vorstellung des Projektes Unsere Projekte sind kein Sprint:
Gestern, am 06.02.2010, ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der Serie &#8220;<strong>Extrawurst</strong>&#8221; stellen wir von Zeit zu Zeit Projekte, Ideen oder Menschen vor, die sich mit dem Fußball beschäftigen, aber selten im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses stehen. Diesen Geschichten am Rande des Fußballfeldes wollen wir auf Stadion-Wurst.com Gehör verschaffen.</p>
<p>Den Auftakt macht die Vorstellung des Projektes <em>Unsere Projekte sind kein Sprint</em>:</p>
<p><em>Gestern, am 06.02.2010, ist „<a href="http://keinsprint.de">Unsere Projekte sind kein Sprint</a>“ gestartet. Fans und Freunde des FC St. Pauli wollen den diesjährigen Hamburg-Marathon laufen und suchen Sponsoren, die pro gelaufenen Kilometer Geld an &#8220;<a href="http://www.fanraeume.de">Fanräume</a>&#8221; und &#8220;<a href="http://www.vivaconagua.org/">Viva con Agua</a>&#8221; geben.</em></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong><strong><img class="size-full wp-image-524" title="unsere projekte sind kein sprint" src="http://stadion-wurst.bplaced.net/wp-content/uploads/2010/02/unsere-projekte-sind-kein-sprint.jpg" alt="Unsere Projekte sind kein Sprint" width="522" height="45" /></strong></strong><br />
<strong> </strong></p>
<p><em>Norbert, Sprecher des Vorstandes von Fanräume, war so freundlich, den Stadionwürsten für ein Interview zur Verfügung zu stehen.</em><br />
<span id="more-522"></span><br />
<strong><em>&#8220;Fanräume&#8221; und &#8220;Viva con Agua&#8221; haben gemeinsam die Aktion &#8220;Unsere Projekte sind kein Sprint&#8221; ins Leben gerufen. Kannst du kurz erklären, worum es Euch dabei geht?</em></strong></p>
<p>Also, Fanräume und VcA sind beides gemeinnützige Projekte, welche im Umfeld des FC St. Pauli entstanden sind und die bis heute sehr stark von Fans und Freunden des FC getragen werden. Der Hamburg-Marathon ist die größte sportliche Veranstaltung mit ca. 20.000 Teilnehmern und bis zu einer Million Zuschauern. Diese Aufmerksamkeit in der Stadt wollen wir nutzen, um Gelder für die beiden Projekte zu generieren. Hinzu kommt, dass sowohl Start, als auch Ziel des Marathons in nächster Nähe zum Millerntor-Stadion liegen.</p>
<p><strong>Wie kam es zu der Zusammenarbeit von Fanräume und Viva con Agua? Habt Ihr auch schon vorher gemeinsame Projekte gemacht?</strong></p>
<p>Flapsig ausgedrückt: Man kennt sich.</p>
<p>Etwas länger: Ja, wir haben schon Projekte gemeinsam gemacht. So lief unsere Mannschaft mal zu einem Testspiel in VcA-Trikots auf, die dann versteigert wurden. Und ein Trikot davon versteigerte VcA damals für Fanräume. Da es sich um das Trikot der lebenden Legende Thomas Meggle handelte, war das ein sehr nennenswerter Betrag. Andere kleine Veranstaltungen haben wir auch schon zusammen gemacht. Und da z.B. Michael Pahl für beide Projekte ehrenamtlich tätig ist, bot sich eine Zusammenarbeit an.</p>
<p><strong>Wie kann man Euch unterstützen?</strong></p>
<p>Der einfachste Weg ist, einen unserer Läufer als Sponsor zu unterstützen. Wir suchen aber auch Leute, die selber laufen, wie auch Leute, die einfach Zuschauer beim Marathon sind und unsere Läufer moralisch unterstützen.</p>
<p><strong>Was bringt Euch eigentlich dazu, einen Marathon laufen zu wollen? 42 Kilometer sind sehr lang und regnen wird es doch bestimmt auch!</strong></p>
<p>Also, es gab bisher den Hamburg-Marathon 24 Mal. Es hat bisher noch nie geregnet. Der Veranstalter scheint einen Deal mit dem Wettergott zu haben, denn eine solche Serie ist in Hamburg bei einem Apriltermin schon sehr ungewöhnlich. Nun gehen wir mal davon aus, dass diese Serie nicht im Jubiläumsjahr reißt.</p>
<p>Man muss schon ein bisschen bekloppt sein, um Marathon zu laufen, dass stimmt. Aber das muss man als Fan des FC St. Pauli sowieso sein.</p>
<p><strong>Mit welcher Laufzeit möchtest Du am 25. April im Ziel ankommen?</strong></p>
<p>Eigentlich vollkommen egal, da es mein erster Marathon ist. Ein kleiner Traum wäre es, wenn ich das Ganze unter fünf Stunden schaffe, wobei mir da wirklich 4:59:59 reichen würde. Wenn es nicht klappt, ist es auch egal. Gerade der harte Winter dieses Jahr macht ein geordnetes Training doch sehr schwierig.</p>
<p><strong>Am selben Tag, dem 25. April, spielt der FC St. Pauli gegen die TuS Koblenz &#8211; so wie es jetzt in der Tabelle aussieht, könnte das Spiel für beide Teams entscheidend für den Ligaverbleib sein. Werdet Ihr nach dem Lauf noch körperlich in der Lage sein, eine eventuelle Aufstiegsfeier zu überstehen?</strong></p>
<p>Klar. Davon würde uns ein 100 km Lauf nicht abhalten. Vielleicht müsste man etwas längere Teile der Feier im Sitzen verbringen, aber feiern geht immer.</p>
<p><strong>Letzte Worte?</strong></p>
<p>Laufen macht Spaß, wenn man Ziele hat.</p>
<p><strong>Vielen Dank für das Interview!</strong></p>
<p>Wer sich über <em>&#8220;Unsere Projekte sind kein Sprint&#8221;</em> genauer informieren möchte, kann dies auf der Projekt-Homepage <a href="http://www.keinsprint.de">www.keinsprint.de</a>, <a href="http://www.facebook.com/pages/Unsere-Projekte-sind-kein-Sprint/258428470665">Facebook</a> und <a href="http://www.myspace.com/keinsprint">Myspace</a> tun!</p>
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		<title>Ein Sommer mit Sammer?</title>
		<link>http://www.stadion-wurst.com/2010/02/ein-sommer-mit-sammer/</link>
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		<pubDate>Fri, 05 Feb 2010 15:25:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hennes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschländer]]></category>
		<category><![CDATA[DFB]]></category>
		<category><![CDATA[Jogi Löw]]></category>
		<category><![CDATA[Nationalmannschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Oliver Bierhoff]]></category>

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		<description><![CDATA[11. Juli 2010, Johannesburg
Die deutsche Nationalmannschaft wird zum Weltmeister gekürt, der Mannschaftskapitän Michael Ballack reckt den Pokal in die Höhe, Angela Merkel ballt ihre kleinen Fäustchen und streckt Silvio Berlusconi frech die Zunge raus, und Joachim Löw freut sich wie ein Schneekönig – allerdings nicht im Stadion, nicht in Südafrika, sondern daheim auf dem Sofa, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>11. Juli 2010, Johannesburg</strong></p>
<div id="attachment_515" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><a href="http://www.photocase.com"><img class="size-full wp-image-515" title="Glotzfussball" src="http://stadion-wurst.bplaced.net/wp-content/uploads/2010/02/Glotzfussball_TimToppik_pc_web1.jpg" alt="© TimToppik" width="200" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">© TimToppik</p></div>
<p>Die deutsche Nationalmannschaft wird zum Weltmeister gekürt, der Mannschaftskapitän Michael Ballack reckt den Pokal in die Höhe, Angela Merkel ballt ihre kleinen Fäustchen und streckt Silvio Berlusconi frech die Zunge raus, und Joachim Löw freut sich wie ein Schneekönig – allerdings nicht im Stadion, nicht in Südafrika, sondern daheim auf dem Sofa, mit Bier und Würstchen vor dem eigenen Fernseher.</p>
<p>Bis vor zwei Tagen schien dieses Alptraumszenario noch bar jeglicher Realität – doch heute sind wir klüger. Der DFB hat die Vertragsverhandlungen mit Oliver Bierhoff, Joachim Löw und dem gesamten Trainerstab abgebrochen und bis auf die Zeit nach dem WM-Turnier vertagt. Ausschlaggebend waren laut <a href="http://www.faz.net/s/RubFB1F9CD53135470AA600A7D04B278528/Doc~E6242D4C22CFE4969BE0A746C969B6D9B~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">Presseberichten</a> zu hohe Bonusforderungen von Manager und Trainerteam sowie eine unverhältnismäßige Ausweitung der Entscheidungskompetenzen. So wollte sich Löw, des ewigen Kompetenzgerangels mit Matthias Sammer um die Verantwortlichkeiten für die U21 müde, die Entscheidungshoheit des Bundestrainers in diesem Bereich schriftlich zusichern lassen. Bierhoff hingegen forderte ein Vetorecht bei der zukünftigen Ernennung eines neuen Bundestrainers. Der DFB sah beides jedoch kritisch bis ablehnend.<span id="more-506"></span></p>
<p>Soweit alles kein Problem, schließlich kann man am Verhandlungstisch unterschiedlicher Meinung sein und sich auch ausladend darüber streiten – sonst säße man ja gemeinsam beim gemütlichen Bier in einer Kneipe. Brisant wird die brüske Absage des DFBs an Löw, Bierhoff und Co jedoch erst dadurch, dass den verantwortlichen Entscheidungsträgern um Theo Zwanziger die Forderungen ihrer Angestellten längst bekannt waren, ohne, dass dazu von Verbandsseite Stellung bezogen worden wäre.<br />
Erst seit wenigen Tagen haben die Verhandlungen eine – leider falsch gerichtete – Dynamik entwickelt. Erst konnte sich die Öffentlichkeit über die eben erwähnten Details in der <a href="http://www.bild.de/BILD/sport/fussball/nationalmannschaft/2010/02/04/dfb-machtkampf/jetzt-geht-es-um-geld.html" target="_blank">BILD</a>-Zeitung informieren (und ich glaube nicht, dass Bierhoff oder Löw ihre eigenen Forderungen heimlich lanciert haben), dann eröffnete der DFB ein Gegenangebot mit einer 48-Stunden-Frist für die Unterzeichnung des Vertrages. Diplomatisches Verhandlungsgeschick sieht anders aus.</p>
<p>Wie man heute aus der <a href="http://www.sueddeutsche.de/,tt7m1/sport/95/502330/text/?page=2#readcomment" target="_blank">SZ </a>erfährt, endet damit das Arbeitspapier von Jogi Löw am 30. Juni 2010 – noch vor Austragung des WM-Viertelfinales. Werden wir also erstmals in der deutschen Fußballgeschichte die Ablösung eines Bundestrainers während eines Turniers erleben? Fakt ist, dass das Vertrauen zwischen DFB und Betreuerstab massiv in Mitleidenschaft gezogen worden ist. Zwar würde ich nicht so weit gehen und von einer Demontage Löws durch den Verband sprechen, aber die Position des Trainers im Machtgefüge der Verbandsstrukturen ist mit Sicherheit geschwächt, die Autorität beschädigt.</p>
<p>Das WM-Turnier erhält durch die Machtspielchen beider Seiten noch mal eine völlig andere Dimension – so widersinnig der Gedanke erscheint, aber ein frühes Ausscheiden käme dem DFB sehr zupass. Der Vertrag des Trainers würde ohne fremdes Zutun auslaufen, und eine Abfindung bliebe den DFB-Kassen erspart. Gleichzeitig erschienen Zwanziger und Co als weise Propheten, deren frühe Zweifel nun bittere Realität geworden sei. Die Inthronisierung von Matthias Sammer wäre dann wohl nur noch eine kleine Formalität.</p>
<p>Auf der anderen Seite können sich Bundestrainer Löw, Teammanager Bierhoff und der Rest des Trainerteams durch ein erfolgreiches Abschneiden bei der WM eine nahezu perfekte Verhandlungsposition erarbeiten. Man stelle sich vor, Deutschland gewänne den Pokal und drei Wochen später würde der DFB die Trennung von Löw und Co. verkünden. Ein Aufschrei der Empörung ginge durchs ganze Land! Oder doch nicht?</p>
<div id="attachment_510" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.photocase.com"><img class="size-full wp-image-510 " title="Paragraphenreiter" src="http://stadion-wurst.bplaced.net/wp-content/uploads/2010/02/Blackfish_Paragraphenreiter1.gif" alt="© Blackfish" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">© Blackfish</p></div>
<p>Bei der Lektüre der Presseartikel ist mir die große Menge negativer Gastkommentare aufgefallen, die Löws Arbeit kritisieren und ablehnen. Man gewinnt fast den Eindruck, er hätte mehr Widersacher denn Befürworter (exemplarisch dazu in der <a href="http://www.faz.net/s/RubFB1F9CD53135470AA600A7D04B278528/Doc~E1476E3A1096D41498DFB8254C0C6EC56~ATpl~Ekom~SKom~Ak~E340546.html" target="_blank">FAZ</a>). Mich hat dieses Stimmungsbild sehr überrascht, bin ich doch seit Jahren begeistert von Löws Leistungen und kenne in meinem näheren fußballaffinen Umfeld kaum jemanden, der sich zu den Kritikern des Bundestrainers zählt.</p>
<p>Häufig spiegelten die Kommentare eine Unzufriedenheit mit den bislang von der Nationalelf erzielten Ergebnissen wieder. Da bleibt mir nur ein verständnisloses Kopfschütteln: Wer die Bilanz von einem dritten Platz bei der WM (als Co-Trainer), einem 2. Platz bei der EM und zwei ungefährdeten Erfolgen bei EM- und WM-Qualifikationen nicht wertschätzen kann, der übersteigert die Qualität des deutschen Nationalmannschaftskaders maßlos. Löws Arbeit ist es zu verdanken, dass die Mannschaft verjüngt wurde und sich gleichzeitig wieder auf höchster Ebene des Weltfußballs etablieren konnte. Zwar schöpft der deutsche Fußball inzwischen wieder aus einem beachtlich gefüllten Pool talentierter Spieler, aber auch im aktuell gut besetzten Kader gibt es kaum einen Spieler, der ein Match aufgrund seiner individuellen Klasse alleine entscheiden kann. Das sieht in Spanien oder in Frankreich schon ganz anders aus, von Brasilien und Argentinien ganz zu schweigen. Deswegen kann die deutsche Elf nur mit einem klaren System, mit klaren Zuordnungen, sauberem taktischen Verhalten und absoluter Fitness den führenden Fußballnationen Paroli bieten. Eben nur durch Betonung jener Faktoren, für die ein Trainer so entscheidend ist.</p>
<p>Man darf gespannt sein, ob sich der Zwist in der Führungsetage des DFBs und der Nationalelf zum Kleinkrieg auswächst. Was passiert beispielsweise, wenn Argentinien in der Vorbereitung 4:1 gegen uns gewinnt? Ich erinnere nur an das äquivalente Debakel gegen Italien im Frühjahr 2006, bei dem Jürgen Klinsmann nur um Haaresbreite an einer vorzeitigen Demission vorbeigeschrammt ist. Wie verhalten sich Löw und Bierhoff? Schließlich müsste der Trainer sein Arbeitspapier wenigstens um zwei Wochen verlängern, um bis zum Ende der WM in der Verantwortung zu stehen. Oder droht dem DFB gar ein peinlicher Eklat auf großer internationaler Bühne?</p>
<p>Die Agentur für Arbeit in Freiburg kann jedenfalls ab Mitte März mit erhöhtem Andrang rechnen – da man sich mindestens drei Monate vor Ablauf eines befristeten Arbeitsvertrages bei der Agentur melden muss, sind die Aussichten auf ein persönliches Autogramm des Bundestrainers gar nicht so schlecht. Die Chance sollte man nutzen – wer weiß, wie lange es den „Bundes-Jogi“ noch gibt!</p>
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		<title>Uli Hoeneß wehrt sich verzweifelt&#8230;</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Feb 2010 10:59:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Juenter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wurstsalat]]></category>
		<category><![CDATA[FC Bayern]]></category>
		<category><![CDATA[Mark van Bommel]]></category>
		<category><![CDATA[Sportstudio]]></category>
		<category><![CDATA[Uli Hoeneß]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>

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		<description><![CDATA[Da tut mir der gute Uli Hoeneß ja schon fast leid. Aber wer nur eine Hose zur Meisterfeier mitbringt ist ja bekanntlich selber Schuld. Und die Ausrede mit der Trainingshose zieht ja auch nicht mehr, seit Mark van Bommels dieses modische Kleidungsstück bei seinem Sportstudiobesuch trug.

]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da tut mir der gute Uli Hoeneß ja schon fast leid. Aber wer nur eine Hose zur Meisterfeier mitbringt ist ja bekanntlich selber Schuld. Und die Ausrede mit der Trainingshose zieht ja auch nicht mehr, seit Mark van Bommels dieses modische Kleidungsstück bei seinem <a href="http://www.youtube.com/watch?v=4KWzE8E9zDI">Sportstudiobesuch</a> trug.</p>
<p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/VWpuPxQP5gI&#038;hl=en_US&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/VWpuPxQP5gI&#038;hl=en_US&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></p>
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		<title>Knackwurst (1) &#8211; Ruud van Nistelrooy an der Elbe!</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Feb 2010 19:02:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hennes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Knackwurst]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Stadionwürste präsentieren den ersten Teil einer neuen Serie auf Stadion-Wurst.com: In unregelmäßigen Abständen wird die „Knackwurst“ im Mittelpunkt stehen – ein kontroverses Thema, das bei uns wilde Diskussionen, lautstarke Auseinandersetzungen bis hin zu handgreiflichen Raufereien auslöst. Da die Wurst bekanntlich zwei Enden hat, werden wir die Knackwurst aus beiden Richtungen anknabbern und uns um [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Stadionwürste präsentieren den ersten Teil einer neuen Serie auf Stadion-Wurst.com: In unregelmäßigen Abständen wird die „<strong>Knackwurst</strong>“ im Mittelpunkt stehen – ein kontroverses Thema, das bei uns wilde Diskussionen, lautstarke Auseinandersetzungen bis hin zu handgreiflichen Raufereien auslöst. Da die Wurst bekanntlich zwei Enden hat, werden wir die Knackwurst aus beiden Richtungen anknabbern und uns um den saftigen Mittelteil streiten.<br />
Denn Jünter weiß schließlich immer alles besser und Hennes erst recht – oder war’s umgekehrt?</p>
<p>Den Auftakt macht der Wechsel von Ruud van Nistelrooy zum HSV!<span id="more-490"></span></p>
<hr />
<div id="attachment_491" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><a href="http://www.fotolia.com"><img class="size-full wp-image-491" title="Daumen_runter" src="http://stadion-wurst.bplaced.net/wp-content/uploads/2010/02/Daumen_runter_web.jpg" alt="© pdesign " width="200" height="237" /></a><p class="wp-caption-text">© pdesign </p></div>
<p>Ich versteh einfach nicht, was da oben an der Elbe los ist. Der HSV hat diese Saison ein tolles, junges Team auf die Beine gestellt, die Verletzungsmisere neigt sich dem Ende entgegen, in der Tabelle ist noch nichts entschieden und nun das: Ruud van Nistelrooy wird verpflichtet &#8211; ein alternder, verletzungsanfälliger Stürmer ohne Spielpraxis.</p>
<p>Ja ist die Bundesliga denn der Gnadenhof für ehemalige Weltstars? Ich darf an dieser Stelle mal an die Verpflichtung Davor Sukers durch 1860 München erinnern. Großer Medienrummel, viel Getöse und nach 1 1/2 Jahren standen mickrige 25 Spiele und noch mickrigere 5 Tore auf dem Konto des kroatischen Volkshelden – na, das hatte sich aber mal gelohnt.</p>
<p>Ich würde mich nicht wundern wenn das bei Herrn van Nistelrooy ähnlich ausgehen sollte &#8211; und wenn nicht, was geschieht mit einem hoch talentierten Marcus Berg oder mit Tunay Torun? Die bekommen einen ehemaligen Weltstar vor die Nase gesetzt und dürfen sich dann wohl oder übel ihre Spielpraxis in der Amateurmannschaft holen.</p>
<p>Oder ist das alles nur ein toller PR-Schachzug um die Marke HSV weltweit bekannter zu machen? Wie gut so was funktioniert, haben wir ja alle schon beim HSV bestaunen dürfen, als der Wunderstürmer Takahara verpflichtet wurde, um den japanischen Markt mit HSV-Fanartikeln zu überfluten. 13 Tore in drei Jahren sprechen wohl für sich.</p>
<p>Und ja &#8211; es kann ja sein, dass van Nistelrooy wie eine Granate einschlägt, in der Rückrunde 150 Tore macht und den HSV zur Meisterschaft schießt &#8211; nur allein der Glaube fehlt mir&#8230;</p>
<p><strong><em>Euer Jünter</em></strong></p>
<hr />
<div id="attachment_492" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><a href="http://www.fotolia.com"><img class="size-full wp-image-492" title="Daumen_hoch" src="http://stadion-wurst.bplaced.net/wp-content/uploads/2010/02/Daumen_hoch_web.jpg" alt="© pdesign" width="200" height="210" /></a><p class="wp-caption-text">© pdesign</p></div>
<p>Der Glaube fehlte mir zuerst auch, als ich die Nachricht vernahm, Superstar Ruud van Nistelrooy wechsele in die Bundesliga zum HSV. Etwa <em>der </em>Van Nistelrooy, der 3x Top-Torschütze der Championsleague war? Jener Stürmer, der sich schon in England, Spanien und in Holland an die Spitze der Torjägerliste geschossen hatte? Das war ein Knaller!</p>
<p>Für den HSV könnte sich dieser Transfer als der goldene Deal herausstellen, und ich bin mir fast sicher, dass sich die Norddeutschen in nur kurzer Zeit die Hände reiben werden.</p>
<p>Zum einen gibt es rein sportliche Gründe für eine Verpflichtung des 33-jährigen: Er besitzt einen unnachahmlichen Torinstinkt, der alterbedingte Einbußen bei Spritzigkeit, Fitness und Antritt locker wettmachen wird. Zudem wirkt die anstehende WM als zusätzliche Motivationsspritze in der Rückrunde, da er sich noch berechtigte Hoffnungen auf eine Berufung in die „Elftal“ macht.</p>
<p>„Van the Man“ verfügt über sehr, sehr viel Erfahrung und verleiht dem jungen HSV-Team zusätzliche Stabilität. Von dieser Erfahrung werden seine jungen Sturmkollegen Marcus Berg und Tunay Torun im Training profitieren. Natürlich werden sie nicht mehr so häufig spielen, aber das wird die Mannschaft nicht belasten &#8211; durch ihre Jugend stellen sie keine Ansprüche und reihen sich hinter dem Holländer ein. Dieser wiederum kann 70 Minuten aufs Gas drücken, um dann Platz für einen Joker zu machen.</p>
<p>Doch selbst wenn Van Nistelrooy mal auf die Bank muss, werden wir kein Drama à la Ribéry erleben: Der Holländer gilt als ausgezeichneter Charakter, ist nett, bescheiden, höflich. Für eine schnelle Integration ins Team ist gesorgt: Er spricht – wie beinahe jeder unserer Landesnachbarn – deutsch und mit Mathijsen, Castelen und Elia stehen noch drei weitere Landsmänner von ihm im Kader.</p>
<p>Auch wirtschaftlich macht der Transfer Sinn: Zwar kassiert der Stürmer mit kolportierten 6 Millionen ein nahezu exorbitantes Jahresgehalt, wechselte aber ablösefrei von Real Madrid. Der Trikotabsatz wird mit Sicherheit große Teile der Personalkosten wieder einspielen, gilt Van Nistelrooy doch als erster richtiger Star an der Elbe seit Raffael van der Vaart. Viel wichtiger aber ist die Signalwirkung, die von dem Transfer ausgeht. Der HSV etabliert seinen Namen auf dem Spitzenniveau in Europa. Nach außen wird der Verein damit attraktiv für weitere namhafte Neuzugänge, nach innen erleichtert der Transfer die interne Kaderplanung. Schon jetzt haben die heiß umworbenen Spieler Boateng und Petric angedeutet, ihre Verträge verlängern zu wollen.</p>
<p>Ich glaube zwar auch nicht, dass Van Nistelrooy in der Rückrunde 150 Tore und damit den HSV zur Meisterschaft schießen wird – aber für zwölf Tore und die Championsleague-Qualifikation wird es reichen!</p>
<p><strong><em>Euer Hennes</em></strong></p>
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		<title>So ein Hundeleben&#8230;</title>
		<link>http://www.stadion-wurst.com/2010/01/so-ein-hundeleben/</link>
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		<pubDate>Thu, 28 Jan 2010 13:31:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hennes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wurstsalat]]></category>
		<category><![CDATA[Mirko Slomka]]></category>
		<category><![CDATA[Trainer]]></category>

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		<description><![CDATA[Neulich habe ich meiner kleinen Nichte einen Original-Hund von Steiff geschenkt. Er sah ungefähr so aus wie auf dem Foto. Zugegeben, keine Schönheit, aber dafür war er ziemlich alt, was seinen Wert später einmal immens steigern wird, wie man mir versicherte. Meiner Nichte war das allerdings ziemlich egal – mit ihren 19 Monaten interessiert sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_480" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><img class="size-full wp-image-480" style="margin-left: 3px; margin-right: 3px;" title="Hund_Steiff_web" src="http://stadion-wurst.bplaced.net/wp-content/uploads/2010/01/Hund_Steiff_web.jpg" alt="Hund_Steiff_web" width="200" height="139" /><p class="wp-caption-text">  </p></div>
<p>Neulich habe ich meiner kleinen Nichte einen Original-Hund von Steiff geschenkt. Er sah ungefähr so aus wie auf dem Foto. Zugegeben, keine Schönheit, aber dafür war er ziemlich alt, was seinen Wert später einmal immens steigern wird, wie man mir versicherte. Meiner Nichte war das allerdings ziemlich egal – mit ihren 19 Monaten interessiert sie sich mehr dafür, wie er sich anfühlt. Sie nahm ihn also, drückte den Hund kurz an ihre Wange und schleuderte ihn dann mit einer wuchtigen Bewegung voll gegen meinen Kopf. Mir wurde schmerzhaft klar, warum er im Kuscheltest durchgefallen war – er war ein ziemlich harter Hund.<span id="more-477"></span></p>
<p>So saß ich dort nun, meine Beule reibend und dachte plötzlich an Felix Magath. Und an Ernst Happel. Und an Huub Stevens. Und mit einem Mal erschien mir das Leben eines Fußballprofis gar nicht mehr erstrebenswert. Als Spieler hat man es nicht immer leicht. Gut, man verdient relativ viel Geld, hat viel Freizeit und wird in erfolgreichen Zeiten von unzähligen wildfremden Menschen bejubelt. Aber der Umgang mit dem direkten Vorgesetzten, im Fachjargon auch „Trainer“ genannt, gestaltet sich mitunter schwierig.</p>
<p>Man stelle sich nur mal vor, der eigene Chef schreie im Büro herum und herrsche einen persönlich an – nicht bloß einmal, im Eifer des Gefechts, sondern mindestens zwei-, dreimal die Woche, mit voller Absicht. Noch dazu vor den versammelten Kollegen. „LOS, HENNES, GIB GAS! SCHNELLER ARBEITEN!“<br />
Ist das laut hier, dächte man, und zöge den Kopf ein. Was im Büro ein Kündigungsgrund wäre, ist auf dem Trainingsplatz eines Fußballvereins Normalität.</p>
<p>Man stelle sich weiter vor, der Chef brächte regelmäßig eine Trillerpfeife mit ins Büro, nach der man im fast buchstäblichen Sinne zu tanzen habe. Ein Pfiff, 200 Klicks mit der rechten Maustaste, zwei Pfiffe, 200 Klicks mit der linken. So ein Wahnsinniger, dächte man und beschwerte sich beim Betriebsrat, beim Direktor oder gleich beim Arbeitsgericht. Auf dem Trainingsplatz ist so ein Verhalten hingegen an der Tagesordnung.</p>
<p>Man stelle sich schließlich vor, man bereite eine Präsentation vor, mit vollgestopften, hochdetaillierten, mit Graphiken und Screenshots aufgemotzten Power-Point-Folien. Den Vortrag habe man auswendig im Kopf, so sicher wie das „Vater Unser“. Einen Tag vor dem Präsentationstermin käme der Chef, teile einem kurz und knapp mit, Kollege Müller übernehme den Vortrag, man selbst sei raus, dürfe aber während des Meetings auf einem harten Stuhl am Rand sitzen und zuschauen. Immer wieder dieser Müller, dächte man, und verschöbe heimlich die .ppt-Dateien in den Papierkorb. Für viele Fußballspieler wird dieses Szenario Wochenende für Wochenende zur bitteren Realität.</p>
<p>Doch das alles ist ja noch harmlos. <a href="http://www.welt.de/print-welt/article420784/Pflaster_drauf_und_fertig_aber_der_Schmerz_bei_Beckham_bleibt.html" target="_blank">David Beckham</a> weiß zu berichten, dass man sich vor den Tobsuchtsanfällen cholerischer Trainer in Acht nehmen und zu gegebener Zeit auch mal den Kopf einziehen muss. Sonst macht der eigene Schädel in der Umkleidekabine schmerzhafte Bekanntschaft mit einem wild umherfliegenden Schuh – so geschehen bei Manchester United.</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=ff7RPnWRkIE&amp;feature=related" target="_blank">Albert Streit</a> kann davon erzählen, wie es ist, vom gegnerischen Trainer eine Kopfnuss verpasst zu bekommen, nur um gleich darauf zu beobachten, wie der Übeltäter selbst wie vom Blitz getroffen zu Boden sinkt – so geschehen in der MSV-Arena zu Duisburg.</p>
<p>Oder <a href="http://www.faz.net/s/RubFB1F9CD53135470AA600A7D04B278528/Doc~EE3C6F5ED851B47DD91D9ACF05BBDE29D~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_googlenews" target="_blank">Marco Stier</a> kann erklären, wie es sich anfühlt, wenn der eigene Trainer einem dreimal mit dem Handballen gegen die Stirn schlägt. Er <em>könnte</em> es nicht nur erklären, er hat es erklärt, erst letzte Woche vor dem Arbeitsgericht in Kiel. Die Richterin wies nach bestätigenden Zeugenaussagen von fünf Kieler Spielern die Klage von Trainer Falko Götz gegen dessen fristlose Kündigung ab:</p>
<blockquote><p>„Die Tätlichkeit besitzt die Qualität einer Körperverletzung. Es kann nicht sein, dass ein Vorgesetzter, ein Fußball-Lehrer, solch ein Fehlverhalten an den Tag legt.“</p></blockquote>
<p>Obgleich kolportiert wird, der Vorfall sei ein willkommener Grund gewesen, sowohl für die Vereinsführung als auch für die Mannschaft, den ungeliebten Trainer Götz loszuwerden, so hat er zweifelsohne als Pädagoge versagt. Selbst die rauen Sitten auf dem Fußballplatz sollten Anstand und Respekt nicht verdrängen.</p>
<p>Wie das funktionieren kann, zeigen folgende Videos. Der Wortlaut des Verbalgefechts zwischen Andreas Brehme und Uli Hoeneß ist nicht zweifelsfrei überliefert, doch das Gespräch könnte sich wie folgt zugetragen haben:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/l5CbRDHZbwE&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/l5CbRDHZbwE&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Vielleicht war es aber auch so:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/BoftXjUciCg&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/BoftXjUciCg&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Oder so:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/sSfAytCuDU8&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/sSfAytCuDU8&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Bei meiner Nichte habe ich mich übrigens unlängst für mein unpassendes Geschenk entschuldigt. Zur Wiedergutmachung wollte ich den harten Hund gegen eine weiche Stofffigur austauschen &#8211; mir schwebte eine Plüschminiatur von Mirko Slomka vor, der ja immer nur „der nette Herr Slomka“ genannt wird. Leider konnten mir weder der Fanshop von Schalke noch der von Hannover 96 bei meiner Suche weiterhelfen. Als ich dann noch lesen musste, dass <a href="http://sport.ard.de/sp/fussball/news201001/20/hannover_slomka.jsp" target="_blank">Slomka</a> jetzt von sich selbst behauptet, er sei „freundlich, aber nicht nett“ und könne als Trainer „einer Profimannschaft eiskalt handeln“, sind wir einfach in den Zoo gegangen.</p>
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