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WM (17) – Wat meinste, Jünter?

Wat Meinste, Hennes?

Heute beginnt endlich die KO-Runde. Kein taktisches Geplänkel mehr, keine 0:0-Langweiler, keine Niederlagen, die den Unterlegenen trotzdem weiterbringen. Jetzt heißt es: Alles oder nichts, von der ersten bis zur letzten Minute.

Ich freue mich schon auf dramatische Verlängerungen und nervenaufreibende Elfmeterschießen. Und schon sind wir bei der heutigen Frage angelangt: Die heutigen Achtelfinalbegegnungen Uruguay gegen Südkorea und USA gegen Ghana versprechen jeweils ein Treffen zweier Mannschaften auf Augehöhe. Eine klare Favoritenrolle hat keines der vier Teams inne. Daher können wir auf ein erstes, vielleicht sogar auf die ersten beiden Elfmeterschießen hoffen. Wenn es dazu kommt, wie viele Elfmeter werden von den Torhütern insgesamt pariert?

Jünters Antwort:

Ganz klare Sache: Tim Howard, der über sich selbst sagt, dass er keines der Spiele genieße, wird heute die Freude am Fußball lernen: Er wird nämlich zwei Tore halten. Richard Kingson hingegen wird keinen der Schüsse halten. Somit werden die USA heute weiterkommen. Meine Antwort lautet also: ZWEI.

Auswertung:

Zwar musste  im Spiel USA gegen Ghana die Verlängerung absolviert werden, aber Dank Gyans 2:1 für Ghana blieb uns ein Elfmeterschießen verwehrt. Schade, das wäre nicht nur für unsere Stadionwurst-WM spannend geworden. So fiel jedoch die eigentliche Frage aus, die Antwort damit auch und die Punktevergabe erst recht. Booooring!

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WM (16) – Wat Meinste, Hennes?

Wat Meinste, Hennes?

Erstaunliches tut sich am fernöstlichen Fußballhimmel – von vier asiatischen Mannschaften (Australien mitgerechnet) haben sich zwei für die nächste Runde qualifiziert. Besonders die Japaner sind für mich eine echte Überraschung – zwei Siege und eine knappe Niederlage gegen die Holländer fordern einem eine gehörige Portion Respekt ab.

Heute spielt mit Nordkorea die letzte asiatische Mannschaft ihr letztes Vorrundenspiel. Bereits ausgeschieden, wollen die Herren aus der Volksrepublik sich aber noch gebührend verabschieden, um die Nerven des Großen Führers nicht noch mehr zu strapazieren.

Nun die alles entscheidende Frage – wie viele Spieler mit dem Namen Pak, egal ob als Einzelname oder in Bindestrichkombination) werden eingesetzt (Startelf + Einwechselspieler)?

Hennes’ Antwort:

Dieses nordkoreanische Pack. War nur Spaß, Kim-Jong Il.

Jetzt rächt sich wieder, dass ich mich in diesem Jahr erfolgreich dem Pannini-Sammelwahn widersetzt habe. Dann hätte ich wenigstens eine ungefähre Ahnung. Da hilft nur raten. Aber raten kann auch Spaß machen.

Meine Antwort: 8!

Auswertung:

Tja, da hat der Hennes aber mal so richtig daneben gehauen! Acht? So viele gibt’s doch gar nicht im Aufgebot! Der nordkoreanische Trainer hat tatsächlich auch nur zwei Paks eingesetzt, obwohl noch zwei weitere auf der Bank lauerten. Unsere regelmäßige Leserin Matilda lag aber schon wieder richtig! Glückwunsch – so viel Fußballsachverstand hätte der Hennes wohl auch gerne :)

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WM (15)- Wat Meinste, Jünter?

Wat Meinste, Jünter?

“Viel Temperament, wenig Ahnung – das trifft auf so manchen Fußballreporter zu, nicht aber auf den ARD-Kommentator Tom Bartels: Der schilderte das Spiel Ghana-Deutschland so emotionslos, dass selbst Kubricks Supercomputer Hal 9000 vor Neid geweint hätte?”

So beschreibt Spiegel Online zutreffend die gestrige Leistung des TV-Kommentators. Mein Urteil: Die Qualifikation fürs Achtelfinale wurde klar verpasst. Vielleicht macht es das ZDF heute besser.

Wer wird denn die beiden Spiele, die in regulärer Länge gezeigt werden, kommentieren?

Und wie immer gilt: Nachgucken verboten!

Jünters Antwort:

Der Kommentar beim gestrigen Sieg der deutschen Nationalmannschaft war tatsächlich grenzwertig! Keine Leidenschaft, kein Anfeuern – Quali tatsächlich nicht geschafft!

Das wird ja immer schwerer mit den Fragen…also ich tippe mal, das Bela Rethy das Italienspiel kommentieren wird und nachher wird sich Thomas Wark am Japanspiel versuchen...denke ich mal.

Auswertung:

Gar nicht schlecht, Jünter, gar nicht schlecht. Du hast immerhin die Hälfte der zweiteiligen Frage richtig beantwortet: Bela Rethy hatte, von Dir korrekt vorhergesagt,  nachmittags seinen Einsatz. Am Abend führte uns jedoch nicht Thomas Wark, sondern Oliver Schmidt durch das ziemlich unterhaltsame Spiel Dänemark gegen Japan. Mein Urteil: Gute Leistung des Kommenators. Er übte sich in wohltuender Zurückhaltung und kommentierte unaufgeregt und fern jeglicher Selbstinszenierung. Er war mehr Diener des Spiels als großer Zampano am Mikro. Das hat mir gefallen. Auch wenn er beim nächsten Mal das Synonym-Lexikon für Fußballteams gerne zu Hause lassen darf: Das war mir eindeutig zu viel Olsen-Bande-Samurais-Danish-Dynamite-Nippon Geschwafel!

Für den Jünter gibt es keinen Punkt. Harte Entscheidung, den wenigstens ein halbes Pünktchen hättest Du Dir verdient, aber Du führst die Tabelle ja ohnehin schon an!

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WM (14) – Wat Meinste, Hennes?

Keine Zeit für Fragen!

Ok, heute ist der Tag der Entscheidung. Ich bin heute schon nervös aufgewacht, und auch literweise Kaffee konnten mich nicht beruhigen! Schon heute morgen im Zug saßen unzählige, das Nationaltrikot tragende Menschen mit konzentriertem Blick. Man sieht sich, nickt sich kurz zu und wünscht sich gegenseitig viel Glück für das Spiel. “Wird schon klappen!”

Heute habe ich mich auch dafür entschieden, keine Frage für den Hennes auszuknobeln – das gehört sich an so einem Tag einfach nicht! Wer kann sich schon auf solche Nebensächlichkeiten konzentrieren, wenn es heute Abend in Soccer City um alles für unsere Mannschaft geht? Also, Ärmel rauf und Stutzen runter – wir sehen uns im Achtelfinale!

Hennes möchte auch was sagen!

Jeder Fußballer hat seine Rituale – jeder Fußballfan auch! Nach wie vor bin ich davon überzeugt, dass die deutsche Mannschaft 2006 nur deshalb im Halbfinale unterlag, weil ich mein bis dahin erfolgreich praktiziertes Ritual nicht konsequent bis zum Schluss durchgezogen hatte. Bis einschließlich zum Viertelfinale hatte ich das deutsche Spiel immer an einem anderen Ort geschaut – mal beim Public Viewing, mal in der Kneipe, mal bei Freunden, mal zu Hause. Erst beim Halbfinale stellte sich eine Wiederholung ein, und auf derselben Public-Viewing-Leinwand wie beim Viertelfinalsieg gegen Argentinien musste ich nun die Niederlage gegen Italien mitansehen. Deutschland war raus, und ich war schuld daran! Zum Glück ließen sich zwei schlagkräftige Argumente finden, die mich davon abhielten, mich mit der nächsten Deutschland-Blumenkette zu erdrosseln: Erstens wurde mir erst später bewusst, dass das Ritual ein solches war und es sich erst durch den Misserfolg der Mannschaft als gewinnbringendes Ritual entpuppt hatte. Zweitens fühlten sich auch mindestens weitere zwei Millionen Fußballanhänger verantwortlich für das Scheitern der Nationalmannschaft. Denn jeder Fußballfan hat sein Ritual.

Die ersten beiden Spiele der diesjährigen WM habe ich übrigens auch am gleichen Ort gesehen. Prompt unterlag die deutsche Mannschaft am zweiten Spieltag gegen Serbien. Deswegen bin ich heute auch woanders, und wenn wir ins Achtelfinale einziehen, dann sieht mich die Kneipe vom Eröffnungsspiel die nächsten zwei Wochen nicht wieder!

Zudem fiel mir heute morgen vor dem Spiegel stehend auf, dass ich mich vor dem Eröffnungsspiel, nicht aber vor dem Spiel gegen Serbien rasiert hatte. Leider war ich ohnehin schon ein bisschen verspätet und meine S-Bahn sollte bald kommen: Letztlich blieb mir nur die Wahl zwischen glatten Wangen und einem verärgerten Chef oder Stoppelbart und Vorrunden-Aus.

Mein Chef hat mir dann nach meiner Ankunft im Büro mit grimmiger Miene verraten, dass er Fußball nicht mag und kein Verständis für Rituale hat. Ich rieb mir verlegen am glatten Kinn und entschuldigte mich für die Verspätung.

Mehr kann ich nicht tun – jetzt ist die Mannschaft an der Reihe.

Auf geht’s, Deutschland!!!

WM (13) – Wat Meinste, Jünter?

Wat Meinste, Jünter?

Eine nie zuvor erlebte Selbstdemontage – das ist scheinbar das Hobby der französischen Nationalmannschaft! Ein Trainer, der nur noch Vollstreckungsgehilfe seiner Spieler ist, Betreuer, die öffentlich ihre Verzweiflung zeigen und ein Teammanager, der vor laufenden Kameras seinen Dienst quittiert; und dabei geht es heute um alles für Frankreich. Bei einem Sieg gegen Südafrika ist der Verbleib im Turnier noch immer möglich. Jetzt die Frage an Jünter: Tritt die französische Mannschaft überhaupt noch zu ihrem letzten Gruppenspiel gegen die Bafana Bafana an?

Jünters Antwort:

Hennes! Wahrscheinlich wird das Spiel stattfinden, und die Franzosen werden sogar gewinnen, aber das wäre ja zu einfach. Ich hoffe ja tatsächlich, das sich unsere zerstrittenen Nachbarn weigern, gegen Südafrika anzutreten, um so den Weg für einen neuen Trainer und eine neue Mannschaft und eine vielleicht wieder erfolgreiche Zukunft frei zu machen. Also – ja, die Franzosen werden nicht antreten!

Auswertung:

Die Franzosen traten dann also doch an; und zwar zu einem letzten blamablen Höhepunkt bei dieser WM. Mit 2:1 unterlag der Vizeweltmeister gegen den Gastgeber aus Südafrika und brachte damit die sonst bis zum Narzismus stolze “Grande Nation” bis an ihre Schamgrenze und weit darüber hinaus.

Kein Sieg für Frankreich, kein Punkt für Jünter!

WM (12) – Wat Meinste, Hennes?

Wat Meinste, Hennes?

Bisher haben sich die Holländer als erstes europäisches Team für das Achtelfinale qualifiziert. Heute haben die hitzfeldschen Eidgenossen ebenfalls die Chance, den Einzug in die nächste Runde perfekt zu machen – nur Chile kann dies noch verhindern! Dazu heute mal eine sehr spezifische Frage: Schießt Alexander Frei das letzte und entscheidende Tor für die Schweizer, welches ihnen die Qualifikation für das Achtelfinale sichert?

Hennes’ Antwort:

Kurz und knapp: ja, natürlich! Egal, ob er eingewechselt wird oder schon in der Startformation aufläuft, Alex Frei schießt die Schweizer in die nächste Runde!

Auflösung

Naja, so viel Zeit hatte der Schweizer Stürmer gar nicht, um ein Tor zu schießen – obwohl in der Anfangsformation, wurde Alex Frei in der 43. Minute nach dem Platzverweis für Behrami aufgrund taktischer Zwänge ausgewechselt. Kein Tor, kein Sieg – tut mir echt leid Hennes, aber schon wieder ein Punkt für die fleißige Matilda!

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