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	<title>StadionWurst - Das Fussball Blog &#187; NBA</title>
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	<description>Das Fussball Blog - Ein etwas anderer Blick auf Bundesliga, internationalen Fußball und die Geschichten rund um den Rasensport.</description>
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<title>StadionWurst - Das Fussball Blog</title>
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		<title>Alle Macht den Vereinen!</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Jan 2011 20:39:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hennes</dc:creator>
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		<description><![CDATA[irk Nowitzki ist seit Jahren unumstrittener Führungsspieler der Dallas Mavericks und zentraler Dreh- und Angelpunkt im Spiel der Texaner. Als hätte es noch eines Beweises seiner unumschränkten Vormachtstellung im Verein bedurft, stolpern die Mavericks aktuell, in einer Phase, in der Nowitzki verletzt zuschauen muss, ohne ihren Leader von Niederlage zu Niederlage. Hatten sie mit dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_1463" class="wp-caption alignleft" style="width: 218px"><a href="http://www.fotolia.com"><img src="http://stadion-wurst.bplaced.net/wp-content/uploads/2011/01/Vertrag_web.jpg" alt="© Bruce Shippee" title="Vertrag" width="208" height="139" class="size-full wp-image-1463" /></a><p class="wp-caption-text">© Bruce Shippee</p></div>Dirk Nowitzki ist seit Jahren unumstrittener Führungsspieler der Dallas Mavericks und zentraler Dreh- und Angelpunkt im Spiel der Texaner. Als hätte es noch eines Beweises seiner unumschränkten Vormachtstellung im Verein bedurft, stolpern die Mavericks aktuell, in einer Phase, in der Nowitzki verletzt zuschauen muss, ohne ihren Leader von Niederlage zu Niederlage. Hatten sie mit dem Deutschen noch eine Serie von 24 Siegen bei fünf Niederlagen hingelegt, hat das Team seit Nowitzkis Verletzung sieben Niederlagen in neun Spielen hinnehmen müssen.</p>
<p>In Dallas ist man sich der Bedeutung des &#8220;German Wunderkinds&#8221; sehr wohl bewusst. Deswegen legte man Nowitzki zu Saisonbeginn nicht nur einen vorzüglich dotierten Vertrag vor, sondern erweiterte diesen bereitwillig um eine so genannte &#8220;No-Trade-Klausel&#8221;. Damit ist es dem Verein untersagt, den Spieler gegen dessen Willen zu einem anderen Verein zu transferieren. </p>
<p>Führt man sich vor Augen, dass ein Spieler ohne Mitspracherecht von Miami nach Utah, von New York nach Portland oder von L.A. nach Milwaukee versetzt werden kann, dann lässt sich rasch ermessen, wie beliebt diese Klausel bei NBA-Spielern sein muss. Dennoch verfügt außer Nowitzki nur noch Superstar Kobe Bryant über ein entsprechendes Mitspracherecht. Denn die restriktiven Bestimmungen in der NBA sorgen dafür, dass die Ausnahme keine Regel wird. Die &#8220;No-Trade-Klausel&#8221; kann ausschließlich Spielern, die seit acht Jahren in der NBA und davon mindestens vier Jahre beim entsprechenden Verein spielen, im Vertrag festgeschrieben werden.</p>
<p>Mit anderen Worten: Alle Macht den Vereinen! Die Spieler verzichten mit ihrer Vertragsunterschrift auf ein Mitspracherecht im Transferschacher. Sie werden reich entlohnt, aber auch entmündigt. Für den europäischen Beobachter wirkt dieses System fremd, restriktiv, fast anachronistisch. Unvorstellbar, dass beispielsweise Manuel Neuer gegen seinen Willen zu Bayern München transferiert werden könnte. Dennoch liegt der Vorteil klar auf der Hand: Das Transfersystem der NBA stabilisiert die Liga und sichert dauerhaft die Existenz der Vereine.<br />
<span id="more-1449"></span><br />
Ganz anders das Transfersystem im europäischen Fußball: Wie die deutsche Bundesliga in den letzten Wochen schmerzhaft erfahren musste, weist das europäische System gewaltige Lücken auf, deren Ausmaße existenzbedrohend für die Vereine werden könnten. Drei Namen stehen für einen sich abzeichnenden Trend, der zwar nicht neu, dafür aber in seinen Auswirkungen nicht minder beängstigend ist: Jefferson Farfan, Demba Ba und Ruud van Nistelrooy.</p>
<p>Der Schalker Stürmer Jefferson Farfan machte in der Winterpause den Anfang. Mit einem Wechsel zu einem angeblich hochkarätigen, bis heute ungenannten Verein kokettierend, reiste er nur widerwillig und drei Tage zu spät ins Trainingslager der Schalker nach. Bis heute zeigt er sich offen wechselwillig und entschlossen, Gelsenkirchen lieber heute als morgen zu verlassen. </p>
<p>Seinem Beispiel folgend trieb Demba Ba die Arbeitsverweigerung fast bis auf die Spitze. Sich auf eine angebliche Zusage der Hoffenheimer Vereinsführung berufend, ließ der Stürmer über seinen Berater und die Presse verlauten, dass er in der Winterpause nach England wechseln und nicht mehr für die TSG Hoffenheim auflaufen werde. Unmissverständlich drohte er mit einem Streik, sollte sich sein derzeitiger Arbeitgeber einem Transfer verweigern. Schließlich gab die Vereinsführung, ohnehin gerade vom Sturm um den Rücktritt von Trainer Ralf Rangnick durchgeschüttelt, klein bei und segnete den Wechsel zu Stoke City ab. Immerhin gelang es den Kraichgauern, noch eine Ablösesumme von kolportierten 10 Millionen auszuhandeln.<br />
Alle nimmt ein gutes Ende, hätte man auf Hoffenheimer Seite denken können, wäre da nicht vor wenigen Tagen die schlechte Nachricht ins Haus geflattert, dass der Senegalese bei der sportärtzlichen Untersuchung durchgefallen ist. Nun bleibt der Verein auf einem in Ungnade gefallenen Arbeitsverweigerer sitzen. Die Ablösesumme fällt in den Keller.</p>
<p>Der Dritte im Bunde, Ruud van Nistelrooy, gab am Samstag unmittelbar nach dem Spiel seines Hamburger SV gegen Schalke 04, in dem er den Siegtreffer erzielt hatte, unzählige Interviews, in denen er von Real Madrid, seinem ehemaligen Arbeitgeber, schwärmte. Denn die Madrilenen haben die Absicht, auch wieder der zukünftige Arbeitgeber des Holländers zu werden. &#8220;Van the Man&#8221; ließ keinen Zweifel daran, dass er für einen Wechsel nach Spanien sofort alles stehen und liegen ließe &#8211; doch noch zeigt sich die Hamburger Vereinsführung unnachgiebig.</p>
<p>Dies sind nur drei von inzwischen unzähligen Episoden eines Mehrteilers, der den Titel &#8220;Alle Macht den Spielern&#8221; tragen könnte. Ältere Folgen der Serie hatten Hauptdarsteller wie Khalid Boulahrouz, Raffael van der Vaart oder Heiko Herrlich.<br />
<div id="attachment_1464" class="wp-caption aligncenter" style="width: 410px"><a href="http://www.fotolia.com"><img src="http://stadion-wurst.bplaced.net/wp-content/uploads/2011/01/Geld_©-ElenaR-Fotolia.com.jpg" alt="© ElenaR" title="Geld" width="400" height="300" class="size-full wp-image-1464" /></a><p class="wp-caption-text">© ElenaR</p></div><br />
Im Gegensatz zu den eingangs erwähnten NBA-Clubs stehen die Bundesligavereine den Marotten ihrer Spieler beinahe ohnmächtig gegenüber. Wie sollen sie das eigenmächtige Wechselgebaren ihrer Angestellten unterbinden? Eine fristlose Kündigung kommt nicht in Frage, hat doch der wechselwillige Spieler so erst recht freie Bahn, und der Konkurrenzverein spart sich auch noch die Ablösesumme. </p>
<p>Zwar sieht die FIFA in Fällen irregulärer Transfers eine Sperre des Spielers von sechs Monaten vor, die bei einem Spieler wie Van Nistelrooy aufgrund seines fortgeschrittenen Alters auch als Sanktion funktionieren mag. Doch lässt sich ein 23-jähriger Senkrechtstarter ernsthaft von einer läppischen halbjährigen Pause abschrecken?</p>
<p>Lässt ein Verein den Spieler nicht ziehen, dann tritt dieser womöglich in Streik. Zwar folgt in solchen Fällen der Hinweis auf die Spielerkarriere, die durch Abschiebung des Kickers in die zweite Mannschaft in Verbindun g mit einem Dauerplatz auf der Tribüne zwangsläufig steckenbleibt. Doch zeigen Fälle wie Albert Streit, dass nicht jeder Fußballer sein sportliches Fortkommen über einen dicken Gehaltsscheck stellt. Teuer wird ein offen ausgetragener Streit zwischen Spieler und Verein nur für letzteren. Der Club muss weiterhin ein monatliches Gehalt zahlen, ohne Gegenleistung zu erhalten und verliert durch den Wertverlust des Spielers womöglich horrende Summen an Ablöse. Der Spieler sitzt letztlich am längeren Hebel.</p>
<p>Wie bereits erwähnt gab es schon in früheren Jahren Spieler, die ihren Verein aufgrund eines beabsichtigten Wechsels massiv unter Druck setzten. Doch neu ist die Qualität der Abwerbeversuche und Verlockungen anderer Vereine. Schon lässt Real Madrid verlauten, man würde Herrn Van Nistelrooy zwar gerne verpflichten, gedenke aber keineswegs, eine Ablösesumme zu bezahlen. </p>
<blockquote><p>&#8220;Es wäre ein Novum im Profi-Fußball, wenn ein Verein sagt: Schenkt uns mal euren Spieler!&#8221; (HSV-Vereinssprecher Jörn Wolf)</p></blockquote>
<p>Der spanische Spitzenclub kann sich diesen dreisten Habitus durchaus erlauben. Ist der Spieler erst mit dem Wechselfieber infiziert, können sich die Vertreter des potentiell neuen Arbeitgebers in Ruhe zurücklehnen und dem hässlichen Schauspiel, das danach folgt, genüsslich zuschauen. Der Spieler erledigt für sie die Arbeit und drückt, ganz nebenbei, noch die eigene Ablösesumme.<br />
Was wird uns in Zukunft erwarten? Schon jetzt ist es denkbar, dass ein Club heimlich Kontakt zu einem Spieler aufnimmt, ihn zur öffentlichen Arbeitsverweigerung anstachelt und ihm dafür einen Teil des gesparten Ablösegeldes als Handgeld garantiert. Oder dass ein Verein wie Stoke City den abzuwerbenden Spieler durch die sportmedizinische Untersuchung rasseln lässt, um ihn danach &#8211; auf eigenes Risiko &#8211; für nur die Hälfte der Ablösesumme zu verpflichten. </p>
<p>Gibt es einen Ausweg aus dem Dilemma?<br />
Die Antwort fällt unbedfriedigend aus. Nicht wirklich. </p>
<p>Die Vereine müssen in Zukunft darauf achten, Verträge noch strenger leistungsbezogen zu konzipieren, als sie es ohnehin schon tun. Je mehr Geld ein Spieler durch selbstverschuldete Tatenlosigkeit verliert, umso abschreckender wirkt die Verbannung auf die Tribüne. Zudem sollte &#8211; sofern rechtlich umsetzbar &#8211; ein geradezu absurd hohe Vertragsstrafe bei Bruch des gültigen Kontraktes fällig werden. Zu guter Letzt sollte die FIFA ihrerseits die Sperre des Spielers auf mindestens zwei Jahre anheben. </p>
<p>Andernfalls steht gesamte System des europäischen Clubfußballs auf dem Spiel. Leidtragende sind immer die kleinen und finanziell bedürftigen Vereine. Ein großer Teil der wirtschaftlichen Existenz von Clubs wie Mainz, Freiburg, Nürnberg oder auch Bremen fußt darauf, Spieler auszubilden und sie mit Gewinn zu veräußern. Fußballer, die ihren Wechsel erzwingen wollen, unterhöhlen dieses konzeptionelle Fundament. Mehr noch: Will ein Verein wie Mainz strukturell die nächste Stufe auf der Erfolgsleiter erklimmen, sich sportlich weiterentwickeln und zentrale Schlüsselspieler halten, um dauerhaft Erfolge einzufahren, muss er sich erst recht auf gültige Verträge verlassen können.</p>
<p>Dirk Nowitzki wird hingegen in dieser Nacht bei der Partie Dallas gegen Detroit wieder zurück auf dem Parkett erwartet. Die Quoten für den Tipp auf einen Sieg der Mavericks sind daraufhin jäh in den Keller gesackt.</p>
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		<title>I know how to play that game!</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Dec 2009 08:32:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hennes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschländer]]></category>
		<category><![CDATA[Aristide Bancé]]></category>
		<category><![CDATA[Fairplay]]></category>
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		<category><![CDATA[Michael Jordan]]></category>
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		<description><![CDATA[Am Dienstag verkündete der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes, dass das Ermittlungsverfahren gegen Maik Franz, der seinen Gegenspieler Aristide Bancé im Duell Eintracht Frankfurt gegen Mainz 05 rassistisch beleidigt haben soll, aufgrund mangelnder Beweislage eingestellt worden sei. Der Verdacht gründete sich einzig auf die Aussage Bancés im Anschluss an das hitzige Rhein-Main-Derby:
&#8220;Er hat mich das ganze [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Dienstag verkündete der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes, dass das Ermittlungsverfahren gegen Maik Franz, der seinen Gegenspieler Aristide Bancé im Duell Eintracht Frankfurt gegen Mainz 05 rassistisch beleidigt haben soll, aufgrund mangelnder Beweislage eingestellt worden sei. Der Verdacht gründete sich einzig auf die Aussage Bancés im Anschluss an das hitzige Rhein-Main-Derby:</p>
<blockquote><p>&#8220;Er hat mich das ganze Spiel über provoziert, meinen Vater, meine Mutter beleidigt. Er hat mich als dreckigen Nigger bezeichnet&#8221; (Bancé im SWR)</p></blockquote>
<p><span id="more-372"></span><br />
Franz bestritt die Vorwürfe vehement und wurde nun mangels Beweisen freigesprochen. Aristide Bancé wiederum, dem vorgeworfen wird, Maik Franz nach dem Schlusspfiff den Mittelfinger gezeigt zu haben, wurde am Mittwoch vom Kontrollausschuss des DFB zu einer Geldstrafe von 6000 Euro verdonnert – in seinem Fall herrscht nämlich an Beweisen kein Mangel:</p>
<div id="attachment_374" class="wp-caption aligncenter" style="width: 443px"><img class="size-full wp-image-374" title="Schau mal nach oben..." src="http://stadion-wurst.bplaced.net/wp-content/uploads/2009/12/Bance.gif" alt="Screenshot DSF" width="433" height="325" /><p class="wp-caption-text">Screenshot DSF</p></div>
<p>Maik Franz gerät nicht zum ersten Mal ins Visier der Sittenwächter beim DFB, und auch nicht zum ersten Mal fungiert sein Verhalten als Auslöser für eine Debatte über Anstand, Moral und Fair Play auf dem Fußballplatz. Die neutralen Berichterstatter in der Presse urteilen fast einhellig: Franz&#8217; Verhalten in einem Spiel überschreite häufig die Grenze zur Unfairness und sei daher nicht akzeptabel. Gleichzeitig sind die Berichte jedoch von einer irritierenden Anerkennung und Würdigung durchdrungen, mit dem Tenor: „Furchtbar, wie der sich aufführt…aber er ist deswegen auch ungemein wichtig für die Mannschaft.“</p>
<p>Was sich dann anschließt, ist eine Aufzählung derer, die sich nicht nur als gute Fußballer, sondern auch als grenzwertige Charaktere einen Namen machen konnten: Stefan Effenberg, Mario Basler, Lothar Matthäus, Oliver Kahn. Von den aktiven Fußballern werden Michael Ballack, Mark van Bommel und Genarro Gattuso am häufigsten als Referenz für den Spieler des Typs „Drecksack, aber wichtiger Führungsspieler“ herangezogen.</p>
<p>Schon im Sommer 2008, als sich Maik Franz noch im Trikot des KSC innerhalb kürzester Zeit mit Mario Gomez und Ioannis Amanatidis anlegte, reagierte die Presse nach dem gleichen Muster. Auch damals galt die einhellige Meinung: „Furchtbar, wie der sich aufführt…aber er ist deswegen auch ungemein wichtig für die Mannschaft.“</p>
<p>Leider hat sich bis heute niemand bemüßigt gefühlt, die Bedeutung eines solchen Spielers für das eigene Team näher zu beleuchten. Warum ist eine Mannschaft erfolgreicher, wenn sie einen aggressiven, nicht selten unfairen Spieler in ihren Reihen weiß? Was ist so gewinnbringend an Trash Talk, versteckten Fouls und endlosen Provokationen? Ist man womöglich schon zur Niederlage verdammt, wenn man dem Gegenspieler den ins Aus gerollte Ball zuwirft, anstatt ihn über die Bande zu bolzen? Oder anders gefragt: Nähere ich mich mit jedem versteckten Tritt gegen des Gegners Knöchel dem eigenen Sieg?</p>
<p>Die Antworten auf diese Fragen fallen bislang recht dürftig aus und klingen oft ausweichend. Meist erschöpft sich die Replik schon mit dem Hinweis auf Mannschaften, die über keinen „<em>Aggressiv-Leader</em>“ (Ottmar Hitzfeld über Mark van Bommel) verfügen. Diese seien zu brav, zu nett, zu harmlos und damit auch zu erfolglos. Stellvertretend dafür das Urteil von Thomas Kilchenstein und Ingo Durstewitz in der <a href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/sport/eintracht_frankfurt/2124545_Eintracht-Kolumne-Ein-schmutziger-Sieg-im-Derby.html" target="_blank">FR</a> über die Frankfurter Elf in der Prä-Franz-Ära:</p>
<blockquote><p>„Gerade die Eintracht, die seit jeher als zu brav galt, fehlte ein Spieler, der sich nichts gefallen lässt, der nicht auch noch die andere Wange hinhält, ihr fehlte ein Drecksack.“</p></blockquote>
<p>Heißt das in der Konsequenz, dass selbst Per Mertesacker und Philipp Lahm die Eintracht nicht voran bringen würden, gelten die beiden Nationalspieler doch als ausgemacht faire Sportsmänner?</p>
<p>Wo liegt nun also die immer wieder beschworene Bedeutung eines Grenzgängers zwischen Fair Play und roter Karte? Leicht nachvollziehbar ist die Tatsache, dass ein solcher Spieler befähigt ist, Emotionen im Spiel zu wecken. Sein Verhalten auf dem Platz macht den Gegner wütend, der seinen Zorn dann in Zweikämpfe mit anderen Spielern trägt, die sich wiederum ihren direkten Gegenspieler vorknöpfen, usw. Das Spiel wird giftig, Rangeleien und versteckte Tritte sind mit einem Mal allgegenwärtig und der Schiedsrichter hat seine liebe Not, die Kontrolle zu behalten.</p>
<p>Doch genau das ist das entscheidende Stichwort für meinen Einspruch: Kontrolle. Das eben beschriebene Szenario ist meist ja nur der Anfang. Was folgt, sind unnötige Fouls, gehäufte Verwarnungen, der eine oder andere Platzverweis und möglicherweise noch der spielentscheidende Elfmeter. Kann man sich ernsthaft vorstellen, dass ein seriöser Trainer sein Team einem unkontrollierbaren Strudel der Emotion überantwortet, in dem es die Ordnung, die taktische Ausrichtung und schließlich auch den Kopf verliert?</p>
<p>Wenn ein Spieler der Marke „Drecksack“ demnach keine direkte Hilfe für sein Team ist, vielleicht bringt er es ja indirekt voran. Indem er den dominanten Spieler des Gegners im Laufe einer Partie bis aufs Blut reizt, bis dieser entnervt sein Hirn ausschaltet und auf dem Platz Amok läuft. Fälle jener gezielten Dauerprovokation gibt es zuhauf, und wer das Finale der Weltmeisterschaft 2006 gesehen hat, wird sich rasch daran erinnern, dass solche Aktionen leider viel zu oft von Erfolg gekrönt sind. Gleichwohl gibt es nur wenige Mannschaften, die am Tropf eines einzigen zentralen Spielers hängen. Verfügt dieser dann noch über stärkere Nerven als Diego oder Zinedine Zidane, dann laufen die Provokationen schnell ins Leere und das „Mobbing-Opfer“ antwortet mit Traumpässen und Toren.</p>
<p>So zeigt sich, dass vor allem jene Spieler, die gerne austeilen, auch um des Einsteckens nicht verlegen sind. Von Michael Ballack wird gerne behauptet, dass er nicht nur körperlich robust zu Werke gehe, sondern auch der Garde der Trash-Talker zuzuordnen sei. So weiß der ehemalige Frankfurter <a href="http://www.stern.de/sport/fussball/trash-talk-in-der-liga-bist-du-ein-maedchen-612490.html" target="_blank">Alexander Schur</a> zu berichten:</p>
<blockquote><p>&#8220;Mit Ballack habe ich mich immer beharkt. Er erzählt das ganze Spiel über, ist nur beim Schiri und beschwert sich, da drückt man ihm dann halt einen Spruch rein. […] &#8216;Bist du ein Mädchen?&#8217; &#8216;Was laberst du hier rum?&#8217; &#8216;Lass es uns auf dem Platz regeln?&#8217; So was in der Art. Aber Ballack hat das eh nicht gestört. Der hat dich permanent zugequatscht.&#8221;</p></blockquote>
<p>Vielleicht kommen wir damit dem Geheimnis hinter dem Wert eines „Aggressiv-Leaders“ ganz nah. Die Ausstrahlung, die ein Spieler wie Ballack an den Tag legt, demonstriert Überlegenheit, seine Attitüde Unangreifbarkeit und seine Körpersprache Unbesiegbarkeit. Die psychologischen Mätzchen, das Imponiergehabe und die bis zur Arroganz gesteigerte Zurschaustellung des eigenen Selbstbewusstseins sind die Mittel, Trash Talk und übertriebene körperliche Härte die Werkzeuge, um den Gegner im Spiel, das zwischen den Zeilen des Regelwerks abläuft, schon vorab zu besiegen.</p>
<p>Interessanterweise gelten viele der herausragenden Größen in ihrem Sport als Trash Talker und Meister des Imponiergehabes: Muhammad Ali, John McEnroe, Michael Jordan. Scheinbar sind Provokationen und ein hin und wieder ins Unfaire abgleitendes Verhalten nicht nur spitze Angriffswaffen, sondern gleichzeitig auch schwer erschütterbare Verteidigungspanzer. Wer je gesehen hat, wie lässig Michael Jordan eine gegnerische Trash Talk Attacke pariert (siehe Video), der weiß, was er meint, wenn er behauptet: „I know how to play that game.“</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/MjH4MCFjysw&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/MjH4MCFjysw&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Muss man also Moral und Fair Play schlussendlich doch zu Grabe tragen? Ein Name verbindet sich mit der Hoffnung, dass die Zeit für die Totenwache am Bett der Sportlichkeit noch nicht gekommen ist: Roger Federer. Der Schweizer Tennisprofi wurde im Frühjahr 2009 zum fünften Mal in Folge als fairster Spieler auf der ATP World Tour ausgezeichnet; nicht von den Zuschauern oder von Sportjournalisten, sondern von seinen Gegnern. Federer hat sich ebenfalls ein Image der Unbesiegbarkeit aufgebaut, aber quasi als „weißer Ritter“, auf dem Fundament eines fairen und sportlichen Verhaltens. Ein Beispiel, das leider viel zu selten Schule macht.</p>
<p>Mitunter trägt die Fairness allerdings auch seltsame Blüten, wie das abschließende Video beweist. Zum besseren Verständnis sei erklärt, dass der beteiligte Spieler von Ajax Amsterdam nach einer Spielunterbrechung versucht, den Ball fairerweise ins Aus zu spielen, um dem Gegner den Ballbesitz zu ermöglichen.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/XWO98zEWnDo&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/XWO98zEWnDo&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
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		<title>MIT 2009: 1. FC Nürnberg</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Nov 2009 13:01:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hennes</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Neulich im Statistischen Bundesamt: Ein Bewerber im Vorstellungsgespräch, ihm gegenüber drei leitende Angestellte. Während sich die Herren vom Amt mit Anzug und Krawatte herausgeputzt haben, sitzt der Bewerber mit lässig tiefsitzender Jeans, Kapuzenpulli und Baseballcap auf seinem Stuhl und flüstert entgeistert: „So, let me recap. You got nothing to do with sports? No NBA, no [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_200" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><a href="http://www.fotolia.com"><img class="size-full wp-image-200  " title="Statistik" src="http://stadion-wurst.bplaced.net/wp-content/uploads/2009/11/Statistik_web.jpg" alt="Statistik" width="200" height="133" /></a><p class="wp-caption-text">© gunnar3000</p></div>
<p>Neulich im Statistischen Bundesamt: Ein Bewerber im Vorstellungsgespräch, ihm gegenüber drei leitende Angestellte. Während sich die Herren vom Amt mit Anzug und Krawatte herausgeputzt haben, sitzt der Bewerber mit lässig tiefsitzender Jeans, Kapuzenpulli und Baseballcap auf seinem Stuhl und flüstert entgeistert: <em>„So, let me recap. You got nothing to do with sports? No NBA, no NFL? You’re not doing the stats? Holy cow…“</em></p>
<p>Selbst wenn sich diese Szene möglicherweise so nie abgespielt haben mag, wäre es in der Tat verwunderlich, wenn sich nicht schon längst ein leidenschaftlicher US-amerikanischer Sportfan beim Statistischen Bundesamt beworben hätte – schließlich spielen Statistiken im amerikanischen Sport eine herausragende Rolle. <span id="more-199"></span>Egal ob Basketball, Football oder Eishockey, nicht nur jede Mannschaft, sondern auch jeder einzelne Spieler wird über die gesamte Saison, ja über seine gesamte Karriere hinweg, von fleißigen Statistikern observiert. Obwohl nur ein kleines Rädchen im Getriebe einer Mannschaft, werden seine Aktionen auf dem Spielfeld bis ins winzigste Detail zerlegt, durchleuchtet und in unzähligen Kategorien festgehalten.</p>
<p>All dies geschieht natürlich nicht ohne Grund: Zwar wollen uns Trainer, Clubbesitzer und Wissenschaftler immerzu weismachen, das Datenmaterial werde ausschließlich zur Verbesserung der Leistung erhoben. In Wahrheit dient es jedoch lediglich dazu, das menschliche (und besonders das amerikanische) Bedürfnis nach Siegen und Superlativen zu stillen. Je mehr Kategorien existieren, in denen ein Spieler nach Ablauf der Saison zum Besten gekürt werden kann, desto mehr Siegerehrungen gibt es zu feiern und desto mehr Titelträger laufen in der darauffolgenden Spielzeit über die Spielfelder.</p>
<p>So finden wir in der Basketball-Liga NBA von „Rebounds“ bis zur „Treffsicherheit bei 3-Punkte-Würfen“ allein acht Kategorien, in denen ein Spieler triumphieren kann. Allerdings käme schnell Langeweile auf, ehrte man die besten Spezialisten immer nur nach Ablauf der Saison. Deswegen gibt es etwa den besten Blocker des Tages, den besten Blocker der Woche, des Monats, der regulären Saison, der Playoffs, der gesamten Saison…</p>
<p>Doch damit nicht genug – daneben finden wir noch eine Sammlung weiterer Einzeltitel, weit bedeutender als der Spitzenrang in einer der genannten Kategorien: Mitglied im All-NBA Team (Auswahl der besten Spieler einer Saison), MVP (bester Spieler), Rookie of the Year (bester Debütant), MVP der Finals, Mitglied im All-Defensive-Team (Auswahl der besten Defensivspieler einer Saison), Defensive Player of the Year und Best Sixth Man (bester Bankspieler).</p>
<p>Mein persönlicher Lieblingstitel ist allerdings der des Most Improved Players, also des Spielers, der sich im Vergleich zur vorherigen Saison am meisten verbessern konnte. Ihm wohnt etwas Tröstliches, beinahe Hoffnungsvolles inne. Er ist einer der wenigen Titel, die Michael Jordan nie erringen konnte oder nach dem sich LeBron James auch in Zukunft vergeblich wird strecken müssen. Denn diese Superstars waren schon immer spitze und das von Anfang an.<br />
Der Titel des Most Improved Players gehört den anderen, den durchschnittlichen Spielern &#8211; er gehört uns, die wir so selten aus der Masse herausragen. Dann schlägt die Stunde von Otto Normalspieler, der mit einer einzigen großartigen Saison aus dem Schatten der Superstars heraustritt und landesweite Bekanntschaft erlangt. Nicht selten ist die Auszeichnung sogar gleichzeitig Startschuss für eine bedeutende Karriere jenseits des Durchschnitts.</p>
<p>Der Fußball hat sich dem hier exemplarisch beschriebenen Basketball in dessen Lobpreisung des Individuums und Verehrung für den Einzelnen einstweilen angenähert. Wir küren „Deutschlands Fußballer des Jahres“, „Europas Fußballer des Jahres“ und natürlich auch den „Weltfußballer des Jahres“. Nach einer Partie bei einem Großturnier wie Europa- oder Weltmeisterschaft erhält der „Man of the Match“ eine hässliche Trophäe. Im Kicker kann man über den „Spieler des Monats“ abstimmen, und das „Tor der Woche“ kommt mit den anderen Toren der Woche in den großen Topf zur Wahl des „Tor des Monats“, das sich wiederum mit seinen elf Kollegen um die Auszeichnung „Tor des Jahres“ bewirbt.</p>
<div id="attachment_201" class="wp-caption aligncenter" style="width: 410px"><a href="http://www.photolia.com"><img class="size-full wp-image-201   " title="Team" src="http://stadion-wurst.bplaced.net/wp-content/uploads/2009/11/Team_einseitig-info_pc_web.jpg" alt="Team" width="400" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">© einseitig-info</p></div>
<p>Sieht man einmal von den regulären Titeln wie Meister oder Pokalsieger ab, sind Mannschaftsehrungen in der Mannschaftssportart Fußball ausgesprochen selten. Nur bei der Wahl zum „Sportler des Jahres“ erhält auch das „Team des Jahres“ seine Würdigung, das demnach aber nicht zwangsläufig gegen den Ball tritt, sondern auch schon mal mit Skiern von der Schanze springt oder im Ruderboot sitzt.</p>
<p>Daher sollte man zur Stärkung des Gemeinschaftsgeistes und des Kollektivgedankens im Fußball einen weiteren, gruppenorientierten Preis ausloben. Natürlich gilt es dabei zu beachten, dass der FC Bayern München trotz aktueller italienisch-niederländischer Verstimmungen ein gefühltes Abonnement auf Auszeichnungen besitzt. Was läge also näher als die Einführung des Titels „Most Improved Team“, kurz MIT genannt. Endlich hätten Teams wie Eintracht Frankfurt, wie Borussia Mönchengladbach oder wie der 1. FC Köln wieder reale Titelchancen. Endlich könnte Hannover 96 einmal weit vor den großen Nordrivalen aus Hamburg oder Bremen landen. Und endlich gäbe es wieder einen Grund für die Fans vom VfL Bochum, überhaupt ins Stadion zu gehen.</p>
<p>In der laufenden Saison wäre der 1. FC Nürnberg ein heißer Kandidat auf den Titel des MIT. Die Mannschaft von Michael Oenning bewegt sich zwar in der Tabelle in gewohnt niederen Regionen (Platz 14) und auch die Punkteausbeute (12 Punkte) ist mehr als überschaubar. Doch nicht erst seit dem überraschenden Auswärtssieg beim VfL Wolfsburg am vergangenen Samstag weiß die junge Mannschaft aus Franken mit schnellem Tempofußball und flinken Kombinationen zu überzeugen.<br />
Der Zweitligaaufenthalt im letzten Jahr wurde ausgesprochen klug genutzt, um die Mannschaft zu verjüngen und an ein paar wenigen erfahrenen Routiniers auszurichten. Die Achse Schäfer, Pinola, Kluge, Mintal und Eigler gibt dem Team ein festes Rückgrat. Junge Spieler wie Diekmeier (20 Jahre), Nordtveit (19 Jahre), Judt (23 Jahre) oder Choupo-Moting (20 Jahre) können sich auf dem Spielfeld an ihnen orientieren und gleichzeitig ihre jugendlich-spielerische Unbekümmertheit ausleben. Die sonst leere Worthülse „Führungsspieler“ scheint beim Club Substanz zu besitzen.</p>
<p>Großen Anteil an der schön anzuschauenden, wenn auch bislang nur mäßig erfolgreichen Spielweise hat Trainer Michael Oenning. In seiner Außendarstellung angenehm unprätentiös und gelassen, drängen sich schnell Vergleiche mit dem nordischen Stoiker auf der Trainerbank, Thomas Schaaf, auf. Oenning hat seinem Team ein geradliniges Spielsystem verpasst, ohne seinen in der Qualität zweifelsfrei nur durchschnittlichen Kader zu überfordern.<br />
Darüber hinaus bleibt er auch in Krisensituation bislang ausgesprochen souverän, spricht und handelt überlegt, sachlich, beinahe ein wenig langweilig. Fast so, wie man sich einen leitenden Angestellten beim Statistischen Bundesamt vorstellt. Ein solcher würde im völlig festgefahrenen Vorstellungsgespräch mit dem deplatzierten Ami freundlich lächeln, dann sachlich auf das Jahrbuch 2009 verweisen, <a href="http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/SharedContent/Oeffentlich/AI/IC/Publikationen/Jahrbuch/Kultur,property=file.pdf" target="_blank">Seite 189</a> aufschlagen und mit dem Finger auf jene Tabelle tippen, die sämtliche deutschen Medaillengewinner bei Olympischen Sommerspielen nach Sportarten auflistet: „<em>You see?! Sports!</em>“.</p>
<p>Vielleicht finden wir in ein paar Jahren auf Seite 200 des Jahrbuchs neben einer Tabelle mit sämtlichen Meistern der Fußballbundesliga auch eine kleine, unscheinbare, völlig durchschnittlich wirkende Auflistung mit den MITs – und mit Nürnberg als erstem Titelträger.</p>
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