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	<title>StadionWurst - Das Fussball Blog &#187; VFB Stuttgart</title>
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	<description>Das Fussball Blog - Ein etwas anderer Blick auf Bundesliga, internationalen Fußball und die Geschichten rund um den Rasensport.</description>
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<title>StadionWurst - Das Fussball Blog</title>
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		<title>Alex, der Bußfertige</title>
		<link>http://www.stadion-wurst.com/2010/09/alex-der-busfertige/</link>
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		<pubDate>Sun, 19 Sep 2010 15:34:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hennes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wurstsalat]]></category>
		<category><![CDATA[Aleksiander Hleb]]></category>
		<category><![CDATA[VFB Stuttgart]]></category>

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		<description><![CDATA[Manchmal wünsche ich mir, ich wäre gelb, hätte vier Finger und lebte ins Springfield. Nicht, weil die Simpsons und ihre Artgenossen tagtäglich auf Pro7 haarsträubende Abenteuer erleben, sondern weil ihr Fernsehprogramm noch weit absurder ist als unseres – abgesehen von „Die Simpsons“ natürlich.
Einer meiner virtuellen Lieblingsfilme im Simpsonskosmos trägt den wunderbaren Titel „Edward der Bußfertige“. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Manchmal wünsche ich mir, ich wäre gelb, hätte vier Finger und lebte ins Springfield. Nicht, weil die Simpsons und ihre Artgenossen tagtäglich auf Pro7 haarsträubende Abenteuer erleben, sondern weil ihr Fernsehprogramm noch weit absurder ist als unseres – abgesehen von „Die Simpsons“ natürlich.</p>
<p>Einer meiner virtuellen Lieblingsfilme im Simpsonskosmos trägt den wunderbaren Titel „Edward der Bußfertige“. Leider wird in der Folge „Die rebellischen Weiber“ (org. „Marge on the lam“) nur ein kurzer Ausschnitt aus dieser „award-winning show“ gezeigt, aber der besticht durch seine virtuose Absurdität. Man sieht Edward den Bußfertigen kniend vor dem Thron des Papstes, er küsst den Ring des Kirchenoberhaupts und spricht die Worte: „Es tut mir wirklich, von Herzen, aufrichtig leid.“<br />
Der Film verdient seinen Namen.<br />
<span id="more-1177"></span><br />
Seit ich die Szene das erste Mal sah, wird sie immer und immer wieder in meinem Kopf abgespult, sobald sich jemand entschuldigt. Gegen diesen Automatismus bin ich völlig machtlos, das musste ich inzwischen einsehen.<br />
Zuletzt hatte ich das Vergnügen, einer Privatvorführung von „Edward dem Bußfertigen“ in meinem Kopf beizuwohnen, als ich das <a href="http://sportbild.bild.de/SPORT/fussball/international/2010/09/15/ex-vfb-stuttgart-star-aliaksandr-hleb/packt-aus-jens-lehmann-sagte-man-muss-ein-arschloch-sein.html" target="_blank">Interview</a> mit Aliaksandr Hleb in der aktuellen Sport-Bild las. Ich bin zwar kein Freund dieser Zeitschrift, und mir tut es nach der Lektüre auch immer wieder wirklich, von Herzen, aufrichtig leid, dass ich dafür 1,50 € ausgegeben habe, aber diesmal wusste sie mit diesem überaus spannenden Gespräch zu bestechen.</p>
<p>Darin lesen wir zum einen, wie der weißrussische Mittelfeldspieler über Barcelonas Trainer Pep Guardiola herzieht:</p>
<blockquote><p>„Herr Guardiola beißt sich an Dingen fest und ändert seine Meinung nicht mehr. Dabei sollte er den Worten von Ibrahimovic glauben.</p>
<p><strong>Was hat der gesagt?</strong></p>
<p>(lacht) Dass selbst seine Oma diese Mannschaft trainieren könne. Da kann man fast keinen Fehler machen.“</p></blockquote>
<p>Kein Wunder also, dass er den Wechsel 2008 nach Barcelona bereut.<br />
Weit mehr überrascht indes Hlebs Eingeständnis, bei seinem Intermezzo für den VfB Stuttgart versagt zu haben:</p>
<blockquote><p>&#8220;Beim VfB hatte ich zu Beginn keine Fitness. Ich kam direkt aus dem Urlaub dorthin, hatte noch keine Form und war verletzungsanfällig. Ich hatte nicht die körperlichen Voraussetzungen für Top-Leistungen. Ich habe aus heutiger Sicht viele kleine Fehler gemacht. Ich möchte mich bei den VfB-Fans aufrichtig entschuldigen.</p>
<p>Ich habe nicht damit gerechnet, was sportlich auf mich zukommt. Welche Spielweise, welches System. Dazu noch meine anfänglich fehlende Fitness: Ich konnte kaum kämpfen, arbeiten.&#8221;</p></blockquote>
<p>Und schon kniet er wieder, der bußfertige Edward. Selten ist mir ein derart offenes Geständnis eines Fußballprofis untergekommen. Einerseits erfrischend ehrlich, andererseits aber auch entwaffnend naiv. Hleb räumt ja unumwunden ein, sich vor seinem Ausleihgeschäft zum VfB noch nicht einmal mit Spielweise und –system seiner neuen Mannschaft vertraut gemacht zu haben. Zudem lässt er klar durchblicken, dass er es nicht für nötig hielt, sich im Urlaub wenigstens einigermaßen fit zu halten, um für einen Wechsel gewappnet zu sein. Ein mehr als fragwürdiges Arbeitsethos für einen Fußballprofi.</p>
<p>Daher scheint ihn heute auch das schlechte Gewissen zu plagen. Denn den bußfertigen Alex lässt er ein zweites Mal auftreten:</p>
<blockquote><p>&#8220;Die Fans haben ein gutes Gespür für die Situationen. Natürlich hatte es mir persönlich ab und zu wehgetan, wie ich behandelt wurde. Aber dennoch: Ich habe Fehler gemacht und entschuldige mich.&#8221;</p></blockquote>
<p>Gegen Ende des Gesprächs setzt er dem Ganzen noch die Krone auf:</p>
<blockquote><p>&#8220;Meine ganze Verfassung war instabil. Mein Selbstbewusstsein war durch die ständige Kritik arg angekratzt. Da kam es schon vor, dass ich mich manchmal schwer motivieren konnte, obwohl ich immer versucht habe, 100% zu geben, und eine wesentlich stärkere Rückrunde gespielt habe.&#8221;</p></blockquote>
<p>Selbstverschuldete Fitnessprobleme, mangelhafte Vorbereitung auf den neuen Club und dann auch noch Motivationsprobleme – jetzt fragt sich wohl kein VfB-Fan mehr, warum der alte Held Aliaksandr Hleb nach seinem Wechsel nicht einschlug wie eine Bombe.<br />
Wie sich wohl die Fans und Verantwortlichen von Birmingham City, Hlebs neuem Arbeitgeber, fühlen, wenn sie diese Aussagen lesen? Da haben wir uns ja einen wahren Musterprofi geschnappt.</p>
<p>Edward der Bußfertige muss in dem kurzen Ausschnitt des gleichnamigen Films übrigens die bittere Erfahrung machen, dass eine Entschuldigung nicht immer ausreicht. Der Papst lässt ihn mit den Worten “Ich fürchte, ‚es tut mir leid’ zieht bei diesem Papst nicht“ trocken abblitzen. Aliaksandr Hleb sollte sich nicht darüber wundern, wenn es ihm mit den Stuttgarter Fans ähnlich ergeht.</p>
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		<title>Walt Whitman über Thomas Hitzlsperger</title>
		<link>http://www.stadion-wurst.com/2009/12/walt-whitman-uber-thomas-hitzlsperger/</link>
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		<pubDate>Thu, 03 Dec 2009 20:43:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hennes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschländer]]></category>
		<category><![CDATA[Kapitän]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Hitzlsperger]]></category>
		<category><![CDATA[VFB Stuttgart]]></category>

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		<description><![CDATA[Ob die Spieler des VfB Stuttgart Walt Whitman kennen? Oder sogar dessen Gedicht über Abraham Lincoln? Vielleicht kennen sie aber auch einfach den Film “Der Club der toten Dichter“. 
Dann könnte es sogar sein, dass sie sich nach dem Training am Dienstag in der Umkleidekabine, noch außer Atem von der Übungseinheit, verschwitzt und erschöpft, erhoben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ob die Spieler des VfB Stuttgart Walt Whitman kennen? Oder sogar dessen Gedicht über Abraham Lincoln? Vielleicht kennen sie aber auch einfach den Film “Der Club der toten Dichter“. <span id="more-288"></span></p>
<p>Dann könnte es sogar sein, dass sie sich nach dem Training am Dienstag in der Umkleidekabine, noch außer Atem von der Übungseinheit, verschwitzt und erschöpft, erhoben haben, einer nach dem anderen, sich verstohlen nach links und rechts umblickend, unsicher erst, skeptisch, im Herzen aber längst wild entschlossen, dass sie also aufgestanden sind, als Thomas Hitzlsperger die Kabine betrat, jener Thomas Hitzlsperger, der nur Minuten zuvor davon in Kenntnis gesetzt worden war, nicht länger als Mannschaftskapitän fungieren zu dürfen, der von der sportlichen Leitung abserviert, beschnitten, degradiert worden war, und der nun die Tür zur Umkleidekabine öffnete, schon den</p>
<div id="attachment_299" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.photocase.com"><img class="size-full wp-image-299" title="Gedichte" src="http://stadion-wurst.bplaced.net/wp-content/uploads/2009/12/Gedichte_boing_pc_web2.jpg" alt="© boing" width="300" height="201" /></a><p class="wp-caption-text">© boing</p></div>
<p>Schweißgeruch in der Nase, die eigene Seele ob der Hiobsbotschaft in einem inneren Meer der Traurigkeit ertrinkend, den Fuß über die Schwelle setzend, bis er plötzlich in der Bewegung stockte, die Hand fest um die Türklinke geklammert, seinen Augen nicht trauend beim Anblick der Kameraden, die sich alle erhoben, einer nach dem anderen, und die Worte <em>„Captain, mein Captain“</em> erfüllten den Raum, erst geflüstert, mit zittrigen Stimmen, als entsprängen sie bebenden Mündern verschüchterter Schulbuben, sich dann von allen Seiten nähernd, sich mischend, noch kakophon, mit dem Anwachsen der Masse zugleich an Lautstärke gewinnend, weil ein jeder beflügelt vom beispielgebenden eigenen Handeln aufstand und nicht nur sich erhob, sondern auch die Stimme erhob, den ungleichen Chor anschwellen ließ, bis die Stimmen im regen Fluss der Rhythmik sich vereinend, <em>„Captain, mein Captain“</em>, aus aufgerissenen Münder entsprudelnd, <em>„Captain, mein Captain“</em>, einen reißenden Strom des Stakkatos bildeten, der, eskortiert von wilden Blicken des Mutes und einer bis zur Verzweiflung gesteigerten Kühnheit, beflügelt von Gemeinschaft, Treue und Zusammenhalt, in Richtung des Anführers schwappte, <em>ihres </em>Anführers, der noch in Starre der Ungläubigkeit geeist einem antiken Helden gleich im Türrahmen stand, nach außen fest, unerschütterlich, doch längst bebend im Innern, aufgewühlt vom Bild, das sich ihm bot und seinen Augen zugleich gebot, sich nicht abzuwenden, sondern den tränenerfüllten Glanz der Dankbarkeit an die Kameraden auszusenden, auf dass jener stille, mit Stummheit geschlagene Dank mehr bedeute als stumpfe, sinnentleerte Worte, derer viel zu viele gewechselt worden waren in diesen Tagen der Tristesse.</p>
<p>Äh…ja…da habe ich mich wohl ein wenig treiben lassen. Eigentlich wollte ich über die Bürde des Kapitänsamt schreiben, über Oliver Kahn, Milivoje Novakovic und eben über Thomas Hitzlsperger. Doch das lasse ich jetzt lieber sein – stattdessen werde ich gleich bei der Videothek vorbeischauen, um mir „Club der toten Dichter“ auszuleihen.</p>
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		<title>Babbels letztes Hurra</title>
		<link>http://www.stadion-wurst.com/2009/10/babbels-letztes-hurra/</link>
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		<pubDate>Fri, 30 Oct 2009 15:12:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hennes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschländer]]></category>
		<category><![CDATA[1. Bundesliga]]></category>
		<category><![CDATA[Markus Babbel]]></category>
		<category><![CDATA[Spieltag]]></category>
		<category><![CDATA[VFB Stuttgart]]></category>
		<category><![CDATA[Vorschau]]></category>

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		<description><![CDATA[Vorschau auf den 11. Spieltag, 1. Bundesliga
„Wir wollen gewinnen!“ Diese muntere Kampfansage lacht einem entgegen, wenn man morgen den Sportteil einer schwäbischen Zeitung aufschlägt. Bei der abschließenden Pressekonferenz des VfB Stuttgart vor dem Bundesligaspiel gegen den FC Bayern München bestand Markus Babbel darauf, dass die anwesenden Journalisten genau diesen Wortlaut übernehmen: „Vielleicht hilft es, wenn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Vorschau auf den 11. Spieltag, 1. Bundesliga</strong></p>
<p>„Wir wollen gewinnen!“ Diese muntere Kampfansage lacht einem entgegen, wenn man morgen den Sportteil einer schwäbischen Zeitung aufschlägt. Bei der abschließenden Pressekonferenz des VfB Stuttgart vor dem Bundesligaspiel gegen den FC Bayern München bestand Markus Babbel darauf, dass die anwesenden Journalisten genau diesen Wortlaut übernehmen: „Vielleicht hilft es, wenn die Jungs es nicht nur von mir hören, sondern die Worte auch noch schwarz auf weiß lesen!“<span id="more-12"></span></p>
<p>Auch wenn der FC Bayern zurzeit mit nur wenig Erfolg daran arbeitet, sein imponierendes Image als gnadenlose Siegesmaschine zurückzugewinnen, wirkt eine Aussage dieser Art vor dem anstehenden Südgipfel geradezu grotesk optimistisch. Die Mannschaft, seit sechs Pflichtspielen ohne jedes Erfolgserlebnis, wirkt gnadenlos verunsichert, überfordert, spielerisch limitiert und vor dem Tor notorisch erfolglos – wenn sie schon nicht gegen Zweitligisten  Greuther Fürth gewinnt, wie soll sie dann gegen die Bayern bestehen?</p>
<p>Das weiß auch Markus Babbel, und so liest sich die Kampfansage in Wahrheit wie ein Stoßgebet – sie trieft vor purer Verzweiflung. Reguläre Mittel helfen ihm jetzt nicht mehr weiter, oder glaubt jemand daran, dass der russische Hüne Progrebnyak, nach zwei Extraschichten Torschusstraining am Freitagabend, morgen ein Tor erzielen wird?</p>
<p>Verzweiflung, so verrät uns ein Sprichwort, entzündet manchmal aber auch unbändigen Mut. Und so wählt Babbel die kompromisslose Offensive, erst im Presseraum und am Samstag auch auf dem Spielfeld. „Morgen werde ich gefeuert“, scheint er uns zuzurufen „und zwar mit einem letzten großen Knall!“ Lieber mit Pauken und Trompeten untergehen als sich leise zu verabschieden, noch ein letzter Sturmlauf, ein abschließendes Hurra, Zuckerpässe und Bogenlampen, Querschläger, Traumtore, Eigentore, am Ende steht es 6:8, und das Spiel geht in die Geschichte ein &#8211; das große finale Spektakel! Dann den Hut nehmen, ihn auf das stolz erhobene Haupt setzen und zum Vordereingang raus, ohne sich umzublicken! Das wäre ein Abgang!</p>
<p>Und zur Hintertür schleicht sich dann Peter Neururer rein und bettelt um Babbels Job.</p>
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